Selbstgespräche

von Soléa P.
Mitglied

Auf alter Standuhr aus Eichenholz
tickt die Zeit gnadenlos
war Ihr Mann besonders Stolz
in Sekundentakt das Leben tot...

Vergessen und einsam schleicht Sie herum
hat keinen der mit hr noch spricht
die Vergangenheit war einst froh und bunt
nur der Fernseher schenkt dem trüben Alltag Licht.

Talkrunden schaut Sie besonders gern
nimmt die Mahlzeiten mit ihnen ein
unterhält sich lebhaft,ist der Stille so fern
und fühlt sich auch nicht mehr erbärmlich allein.

In diesen Momenten blüht Sie richtig auf
ist dabei mit Leib und Seele
vorm Ende der Sendung es Ihr schon graust
danach in Selbstgesprächen sie weiter redet...

Quelle: Privat
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Interne Verweise

Kommentare

11. Mär 2017

Selbstgespräche sind ein Makel an Unsicherheit,
die aber dadurch resultieren, wenn ein liebender
Partner nicht mehr ist. Die Einsamkeit ist
nicht durch Fernsehprogramme zu ersetzen!
Zurück gebliebene Partner sollten unbedingt unter Menschen
gehen !

12. Mär 2017

Als Makel an Unsicherheit sehe ich Selbstgespräche nicht, Alfred.
Wenn sie nicht Krankhaft sind, tun sie keinem was und sagen, so viel wie ich weiß auch nichts über Wesenszüge aus. Als Kind redete ich in der Nacht oft `nen alten Hund kaputt. Meine Schwester, mit der ich das Zimmer teilte, erzählt noch immer davon… Auch heute „erwische“ ich mich manchmal dabei :-)))
Selbst Experten sehen das Reden mit sich selbst, positiv.
Doch wenn sie aus Vereinsamung statt finden, ist es schon traurig….

Wünsche Dir und allen eine sonnigen Sonntag und liebe Grüße
Soléa