neubaugebiet

von Manfred Peringer
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die sonne verliert sich am himmel kein bewaldeter hang
wiegt sie in den schlaf ich halte ihr einen fliederzweig
an die wange damit sie von duftkissen träumen kann

beim chinesen gibt es suppe süßsauer dazu gebratene
nudeln mit ente kross ich denke an die wüste gobi
während mein blick über die parkplatztristesse streift

mit geschlossenen augen sehe ich wie sich der bachlauf
vor der malerischen mischwaldkulisse durchs tal schlängelt
die luft über den wiesen schmeckt nach honig und heu

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Kommentare

13. Jul 2018

Gefällt mir sehr gut, deine Impression vom Neubaugebiet, Manfred. Merkwürdigerweise hatte ich beim Lesen die Kulisse einer Stadt aus einem Taunuskrimi von Nele Neuhaus ganz lebhaft vor Augen. Ich weiß aber leider nicht, um welche Stadt es sich dabei handeln könnte.

LG Annelie

13. Jul 2018

Hallo Annelie,
freut mich, dass Du die Bilder so gut visualisieren konntest. Ich komme ja viel rum, aber ich denke, dass man diese Parkplatztristess in fast jedem Landstrich findet.
Danke fürs Gefallen und LG
Manfred

13. Jul 2018

Hallo Manfred, in dem verträumten kleinen historischen Städtchen, in dem ich lebe, schießen in den letzten 3 Jahren die Neubaugebiete wie Pilze aus dem Boden. Ich verstehe SO GUT was du meinst. Tolles Thema und eine wunderschöne Komposition, tolle Wortwahl. LG
Anouk

13. Jul 2018

Hallo Anouk,
es gibt sicher gute Gründe sich in einer Neubausiedlung niederzulassen, aber es gäbe sicher auch umweltverträglichere Wohnungsmöglichkeiten.
Danke fürs Interesse und LG
Manfred

14. Jul 2018

Guten Morgen Manfred, diese sich gleichenden modernen Häuser mir gepflegten Garten und angelegten Parkplätzen sind die Neuversion der Siedlungshäuser von damals. Großer Unterschied für mich zu früher: Da kannte in der „Enge“, einer den anderen und die Gärten waren noch voll Gemüse und Obstbäumen … Erinnere mich sehr gerne daran zurück.

Liebe Grüße
Soléa

14. Jul 2018

Hallo Soléa,
wie fast überall stehen auch hier Egoismen und Profit im Vordergrund und die Natur wir zubetoniert, damit sie möglichst wenig Arbeit macht. Wo früher blühende Sträucher standen, stehen jetzt in Gittern geschichte Kiesel als Sichtschutz.
Danke fürs Erinnern an die "gute alte Zeit" und LG
Perry