Osterbrauch

von Sigrid Hartmann
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Zu Ostern ist’s seit jeher Brauch,
dass man mit Eiern schmückt den Strauch.
Gern denk ich an Kinderzeit –
als Freude herrscht’ und Fröhlichkeit!

Nicht nur der Osterhas’ im Feld
schafft eine bunte Eierwelt –
wir Kinder saßen in der Stube
mit Pinsel und mit Farbentube!

2 Löcher machten wir ins Ei,
bliesen hinein – der Eierbrei,
der floss hinaus, das Ei war leer,
der Rest, der war jetzt nicht mehr schwer.

Wir malten, klecksten kunterbunt,
zum Trocknen braucht es keine Stund,
ins eine Loch steckten wir dann
ein Hölzchen mit ’nem Faden dran.

Festlich geschmückt wurde der Strauch,
nach so viel Arbeit knurrt der Bauch:
Das Rührei brutzelt auf dem Herd –
schön war die Kindheit – unbeschwert!

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Kommentare

14. Apr 2019

Dein fein Gedicht Erinnerungen weckt!
(Frau Krause hat den Eierlikör entdeckt ...)

LG Axel

20. Apr 2019

Schön gereimt; lässt mich an eigene, teils verschüttete Ostererlebnisse in der Kindheit zurück denken, dafür danke ich Dir ...

LG Marie