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von Susanna Ka
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Urlaub
Der letzte Tag
Noch einmal an den Strand
Lachend
Die Promenade hinunter
Die Badetasche zwischen ihnen schwenkend

Im Sand die Decke ausbreiten
Den kleinen Sonnenschirm aufstellen
Kleider fließen am Körper hinab
Auf die Decke
Sonnencreme zärtlich
Auf ihrem Rücken verteilen

Die Brandung
Wasserströme
Streicheln ihren Körper
locken
wecken die Sinne
Es darf nicht sein

Zwei Körper auf der Decke
Glut dazwischen
Der Schmerz
Wie ein Messer
Morgen
Wieder allein

Eine Hand
Schüchtern, tastend
Leise, ganz leise
„Wenn ich ein Mann wäre, würde ich …“
Erst Stille, dann
„Warum musst du dazu ein Mann sein?“

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Kommentare

14. Jun 2018

Ein sehr gutes, sehr sensibles Gedicht, liebe Susanna, das nicht allein nachvollziehen kann, wer sich im Urlaub schon einmal verliebt hat. Mir ist das zum Glück noch niemals passiert; aber ich kann den Trennungsschmerz durchaus nachvollziehen. Danke, für diesen wirklich hervorragenden Text.

Liebe Grüße,
Annelie

14. Jun 2018

Abschiedsgefühle - und das magische Gefühl der Anziehung zwischen zwei Menschen – sehr sensibel in gute Worte gefasst , liebe Susanna …

liebe Grüße - Marie

15. Jun 2018

So zart wie es begann, liebe Susanna, darf es weiter gehen …

Herzliche Grüße
Soléa