Regenguss - rasant kurzerhand

von Monika Laakes
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Verdorrende Grannen des Roggenfeld's
verbeugen sich vor der Wohltat des Regens.
Die Erde saugt begierig das Wasser,
das rinnende Wasser als Quell allen Lebens.

Erst fallen nur Tropfen, es zögert der Himmel,
benetzt sanft und milde das trockene Land.
Doch jäh rauscht es mächtig aus schwarzen Wolken,
die mit Guss sich entladen, rasant kurzerhand.

Und Karl, der Käfer, mit schwernassen Beinchen
versucht sich zu retten im Büschel des Grases.
Zu spät, im Strom des sich bildenden Bächleins,
wird das zappelnde Insekt hinfortgetragen.

Rabenvögel hocken in Sträuchern mit feuchtem Gefieder,
sie krächzen sehr laut ihre misstönenden Lieder.
So schaurig klingt es in den dunklen Tag hinein,
im Aufatmen der Natur fehlt ihnen der Sonnenschein.

Und jetzt füllt die Natur all ihre Speicher,
es quillt und quatscht kreuz und quer Nässe hervor.
Und hier und dort gibt's die Ahnung vom Reichtum.
Der wartet. Sprießt dann als vielstimmiger Pflanzenchor hervor.

14. Juli 2017

Interne Verweise

Kommentare

14. Jul 2017

Wasser ist Leben - Wasser sind wir!
(Bloß Bertha Krause ist aus Bier ...)

LG Axel

14. Jul 2017

Danke für die wundervollen Grüße von Bertha. Lass sie Dir schmecken. Und zum Wohl!

LG Monika

14. Jul 2017

Ein rundes schönes Gedicht, liebe Monika. Und ich gestehe, in Karl den Käfer habe ich mich soeben verliebt.

Liebe Grüße - Marei

14. Jul 2017

Danke Dir, Marie. Ob ich Karl noch einmal wiedersehe? Dann flüstere ich ihm Deine Verliebtheit zu.
Noch einen schönen Tag.
LG Monika :-)

14. Jul 2017

Liebe Monika, dein kleines Karlchen hat 's wirklich nicht leicht,
kaum fällt der Regen und im Nu fühlt er sich wie aufgeweicht.
Weiß nicht, dass dieser Regen große Güte hat:
Danach gibt 's Pflanzengrün und kleine Käfer satt.
Drum danke ich in seinem Namen dir für dein Gedicht,
denn Regen hier auf dieser Erde hat Gewicht.

Liebe Grüße,
Annelie

14. Jul 2017

Oh ja, liebe Annelie. Das tröstet den armen Karl. Danke für Deine Worte.

LG Monika