als suchten wir Zeichen

von marie mehrfeld
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deine verbissene Grimmigkeit,
wen oder was klagst du an,
mich, dich, oder uns, alle, euch?

zweifelndes Murren, die ewige
Schuld der Anderen, lass deine Rache
in toten Mooren ertrinken,

spring mit mir, weit, sing hell,
lass uns blaue Wiesen
mit roter Sprache überschütten,

und du fühlst, riechst, siehst
das friedfertige Violett der Dämmerung,
gelobt seist Du, junger Morgen,

Ursprung aller Hoffnung, ruhst
im Glück geschlossener Kinderaugen,
sich zärtlich umfangend halten,

kein Streiten, Neiden, kein Krieg mehr
in uns, in euch allen, einfach nur sein,
jetzt, mit gefalteten Händen,

aus der Sicht des Adlerflugs, als
suchten wir Zeichen himmlischer Klänge,
mit summenden offenen Sinnen

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Kommentare

14. Jul 2018

Dein Text liebe Marie voller Bilder und voll Leben:
Hab es sehr gerne gelesen …

Viele liebe Grüße nach Frankfurt
Soléa

Detmar Roberts
14. Jul 2018

Mit wie stets fließenden Worten triffts du haargenau meine heutige Gemütsstimmung, Marie, und bietest mir einen Ausweg an. Fliegen kann ich nicht, aber den höchsten Berg besteigen, den meine Region bietet und mir meine Problemchen mit Gelassenheit von oben betrachten, das kann ich, in sofern - danke.

LG Detmar

14. Jul 2018

Danke. Viel Spaß beim Auf- und Abstieg. Kannst mir ja später berichten, ob es gewirkt hat mit der Sicht von oben ...

liebe Grüße
Marie

14. Jul 2018

Liebe Marie, genau so sollte es sein... so wunderschön und farbig, wie du es beschreibst. Den anderen mit dem eigenen positiven Willen anstecken, ihn mitreißen anstatt selbst mit Ablehnung und Zorn auf die negative Geisteshaltung des anderen zu reagieren. Leider ist es sehr schwer, Missmut und Rachsucht mit Wohlwollen und Liebe zu begegnen. Gebe Gott, dass es uns Menschen möglich ist. Und hoffentlich verbreitet sich die Botschaft deines schönen Gedichtes weit.
Liebe Grüße
Anouk

14. Jul 2018

Liebe Anouk, danke vielmals für Deine zugewandten Worte, vielleicht rede ich mit mir, man fällt ja leider selbst immer wieder in schwarze Löcher und zieht sich (mit Glück) am eigenen Schopf wieder heraus, vor allem aber rasen so viele schlechte Botschaften um die Erde und verbreiten Angst, Misstrauen, Zweifel, können krank machen, deshalb sollte man unbedingt immer wieder nach dem Guten, dem Positiven suchen und es auch benennen, jeder liebe Gedanke, aufgeschrieben, ausgesprochen, festigt einen „guten Geist“, der dem allgemeinen Hass Paroli bieten kann …

herzliche Grüße zu Dir zurück - Marie

14. Jul 2018

Gedanken, die wie Sterne funkeln -
bewahren uns vor Angst im Dunkeln …

danke und liebe Grüße zurück zu Dir
Marie

15. Jul 2018

...
Ach könnten wir von vorn beginnen...

Erweckte Sehnsucht spüre ich
in diesem Gedicht
so wundersam verbreiten sich

LG Yvonne

16. Jul 2018

Danke. Wir können den Lauf der Erdgeschichte nicht umkehren, Yvonne, aber in unserem kleinen Leben - können wir jeden Tag auf's Neue einen Schlussstrich ziehen und im kleinen Rahmen einen Neubeginn wagen, das gibt Hoffnung ...

LG Marie

21. Jul 2018

das ist groß !
beeindruckend ,treffend !
einfach gelungen und schön !
ohne transzendenten Krampf.
einfach nur Poesie !

Respekt und Hochachtung
Ciao
et . . .
à bientôt

ulli

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