Die letzte Chance

von Soléa P.
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Es poltert und rumpelt, ächzet und quietscht,
deutlich hört man, dass etwas geschieht,
es ist der Herr, der Ordnung schafft,
die Sonne höchst erfreulich lacht –
Berge setzt er ins rechte Licht,
mickrige Wälder werden wieder dicht,
die Arktis versorgt er mit frischen Schollen,
auf denen bald viele Eisbären tollen,
und Meere weist er in die Schranken –
Natur allgemein kann sich endlich entspannen,
nur ab und an hört man einen Schrei –
beim Arbeiten ging wohl ein Menschlein entzwei,
so reduziert sich – ganz lapidar –
was auf der Welt sowieso zu viel war,
auch ein paar Städte werden geschrumpft,
dort blüht jetzt Heide und es gibt wieder Sumpf,
aus Gasometern wachsen Bäume,
der Mond lädt klar und deutlich zum Träumen
und alles ist wieder in der Balance,
der Herr schenkt uns eine letzte Chance.

Bild: © Soléa P. Bepflanzte Fassade in Paris, ganz in der Nähe vom Eiffelturm.
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Interne Verweise

Kommentare

14. Sep 2019

Dein Gedicht spricht es an - lasst uns die Hausfassaden begrünen, es würde das Welt- und das Binnenklima in den Städten verbessern, sieht außerdem schön aus, das Grün wirkt beruhigend. Singapur ist da vorbildlich. Seit 14 Jahren schon sorgt das „Green Mark Scheme“ dafür, dass jeder Neubau mit einem Nachhaltigkeitssiegel versehen wird, dafür gibt es als Anreiz Steuervorteile oder Zuschüsse, außerdem muss jeder vernichtete Quadratmeter Grünfläche als Garten auf dem Gebäude ersetzt werden.

Sei herzlich gegrüßt –
Marie

18. Sep 2019

Das ist doch mal ein gutes Unterfangen, liebe Marie, aber die EU ist weit entfernt von Singapur, wie man sieht. Jedoch ist es schon schön, immer mehr von dieser Art Bepflanzung zu sehen, gerade die Menschen in den Städten wissen es bestimmt zu schätzen und genießen die Augenweide.

Sei lieb gegrüßt
Soléa

14. Sep 2019

Die Holländer bepflanzen die Bus-Wartehäuschen nun -
Man kann schon viel im Kleinen tun!

LG Axel

18. Sep 2019

Gerade das Kleine summiert sich schnell:
auch der Holländer scheint hier hell!

Liebe Grüße
Soléa

14. Sep 2019

ob wir sie je ergreifen werden -
es war einst grün, bei uns auf Erden...

Liebe Grüße
Alf

18. Sep 2019

Wenn der Herr mal Hand anlegen muss:
dann ist es eh schon knapp vor Schluss …

Liebe Grüße
Soléa

14. Sep 2019

Ich erinnere mich an ein Gotteswort/einen Gottessatz: "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott !
Am Wohlstand der Menschen erkennt man Gottes Wohlgefallen.
Die Menschen der Niederlande (Calvinisten) glauben diesen Satz WORT für WORT. Satz.
HG Olaf

18. Sep 2019

Ach Gott, ach Gott! Mit „Wohlstand und Wohlgefallen“ Gott diesbezüglich in Verbindung zu bringen, schreit auch zum Himmel. „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott“ kann ICH noch nachvollziehen.

Liebe Grüße
Soléa

14. Sep 2019

... es ist der Herr, der Ordnung schaftt"; ach, das wäre was, liebe Soléa, wenn es mal so geschehen könnte, wie Du es in Deinen Versen anschaulich bedichtest. Aber, Wunder sollen etwas länger dauern... Prima Text plus Foto; Begrünung halte ich für zukunfttauglich. Liebe Grüße kommen von Ingeborg

18. Sep 2019

Ich auch, liebe Ingeborg, zusätzlich zu dem, was wir NOCH haben und geschützt werden muss, wäre es eine super natürliche Bereicherung. Der Herr hat viel zu tun, glaube ich, auf ihn zu warten, wäre fatal …

Herzliche Grüße
Soléa

26. Sep 2019

Es ist ein Traum und ich kann nur hoffen das wir es irgendwann alle begreifen. Wir müssen unsere Erde retten und mit Taten Kleine und Große die Träume wahrmachen.

LG Ilona

29. Sep 2019

Liebe Ilona, das hast du schön und gut, gesagt.

Einen schönen Sonntag und liebe Grüße
Soléa