Guten Morgen ...

von Annelie Kelch
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Ich freue mich und bin zufrieden – :
Ein jeder Morgen macht den Tag mir zum Geschenk.
Ich freue mich und bin zufrieden - :
das macht vor allem, weil ich gerne an dich denk'.
Auch wenn es noch ein Weilchen dauert, bis du bei mir bist,
so weiß ich doch, dass du mich in der Fremde sehr vermisst.

Ich freue mich: Du bist so gut und klug und leise
und laberst nicht herum von früh bis spät …
Ich freue mich, weil ich bald mit dir reise:
Wir wollen wissen, wie bei Eisbären das Leben geht.

Und später dann in Japan Malerei mit Tusche üben:
Wir interessieren uns für alles – außer Lärm und Klatsch;
wir wollen wieder mal nach England und
im Regen über tausend nasse Dörfer pflügen
und steckenbleiben mit dem alten Jeep im Matsch.

In Frankreich sind wir glücklich wie noch nie.
Und 'sur le pont d' Avignon' sag ich: Je t' aime, cherie! -
Weil du so leise, klug und schön und weise bist
und Liebe nicht nach Geld und Gut bemisst.

Du kennst sie, hast sie längst bereist, die weite Welt;
wir bleiben dort, wo es uns beiden gut gefällt
und schreiben, schreiben in verschied'nen Sprachen,
und manchmal, darling, sitzen wir in einem Nachen,
tauschen Gedanken unter einem wunderschönen Sternenzelt.

15. Mai 2017; Annelie Kelch

Quelle: pixabay; Bearbeitung: Annelie Kelch
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Kommentare

15. Mai 2017

Unglaublich, schon wieder so ein fließender Annelie Text, nein, ein Gedicht, ich wünsche mir, dass du diese kreativen Reisen wirklich durchführst und danach schöne neue Gedichte darüber schreibst ...

15. Mai 2017

Liebe Marie, das habe ich mir jedenfalls fest vorgenommen, sofern ich nicht vorher wegsterbe; aber ich lebe ja sehr gesund. Sogar mein Tinnitus hat sich nach der Einnahme von Giinkgo "gebessert". Auf jeden Fall werde ich nach Japan reisen. Die Menschen sollen dort so höflich und zurückhaltend sein. Das würde mir gefallen.- Und es gibt dort so viel Sehenswertes zu entdecken. Aung San Suu Kyi hat während ihres "Hausarrestes" Japanisch gelernt und viel Gymnastik gemacht. So kann man sich trotz Gemeinheiten am Leben und körperlich und geistig gesund erhalten. Arigato gozaimasu (vielen Dank) für deinen Kommentar (ich verneige mich im Geiste).
Sayonara (Auf Wiedersehen) hier
und liebe Grüße,
Annelie

15. Mai 2017

Ein Text, der voll ins Leben greift -
Per Laser-Strahl den Leser streift ...

LG Axel

15. Mai 2017

Dank, Axel, dir, für deinen Kommentar:
Um deinen Geist ist' s gut bestellt -
weil dir zu allem, was wir hier "verzapfen",
was Nettes, Gutes, Treffendes einfällt.

LG Annelie

15. Mai 2017

Moin,
das klingt gut und tut so gut.
Weltreise ?
Von Japan über England
nach Frankreich,
alles zugleich.
Wunderbar,
Annelie ist
bald wieder da.
Text sehr schön und gerne
gelesen.
LG Volker

15. Mai 2017

Das dauert noch, bis ich losfahre, lieber Volker. Soeben habe ich erst einmal festgestellt, dass mein rechtes Ohr wieder o.K. ist: Ernährung und Yoga nebst Gingko haben einen jahrelangen Tinnitus stark gemildert und die Haarzellen auf Trab gebracht, sprich, die Hörfähigkeit wieder fantastisch hergestellt - trotz des massiven Lärms von armen Irren in diesem Haus, die man nur bedauern kann. Aber nächstes Jahr um diese Zeit bin ich ganz gewiss hier fort. Nach Japan muss ich unbedingt - auch wegen der Haiku und der höflichen Sitten.

Liebe Grüße,
Annelie

15. Mai 2017

Liebe Annelie, versorg Dich nur gut!!! Du hast nächstes Jahr großes vor, die Welt steht Dir offen! Allein die Vorfreude ist schon eine "Reise" für sich...
Liebe Grüße in Deinen Abend
Soléa

15. Mai 2017

Liebe Soléa, wie kommst du auf nächstes Jahr? Ich muss erst einmal umziehen (s. bitte auch Antwort an Volker). Ja, und wenn ich dann ein bisschen sesshaft geworden bin, dann könnte es losgehen - vielleicht ja sogar mit der Haiku-Gesellschaft. Ich glaube jedenfalls, dass es die Herrschaften auch hin und wieder nach Japan zieht. Ich finde dieses Land traumhaft - allein vom Baedeker (Reiseführer). Und allein in Planten & Blomen, Hamburg, das Teehaus - ein Gedicht! Die Bäumchen, die Kirschblüte, die Blumen, die schnuckeligen, leise hin und her huschenden Geishas, Tempel, Vulkane und Klöster: alles so schön und gleichzeitig so ruhig und unaufdringlich.

Liebe Grüße,
Annelie

15. Mai 2017

Vielleicht hab ich was falsch verstanden, Annelie. Bei Deiner Antwort an Volker "Aber nächstes Jahr um diese Zeit bin ich ganz gewiss hier fort. Nach Japan muss ich unbedingt" dachte ich, Du machst Dich auf große Reise. Schade das Hamburg sooo weit weg ist. Planten & Blomen hab ich gerade "gegooglet"... sieht toll aus!!
Gute Nacht und Grüße
Soléa

16. Mai 2017

Liebe Soléa, mit "hier weg" meine ich: aus dieser Wohnung, wo so viele Stänker leben, die meinen, anderen ihre eigene Lebensweise (laut, gemein und missgünstig) aufschwatzen zu müssen. Ich lebe die Maxime: Solange mich keiner nennenswert stört, soll jeder sein eigenes Leben leben. Hilfsbereit bin ich gerne, sofern ich etwas höre. Habe auch im Flur jetzt Ohropax drin. Immer. Es gibt so viele nette Flüchtlingsfamilien, Flüchtlingssingle, die gerne eine Wohnung hätten; aber manche Leute, die sehr oft Krach produzieren und provozieren, um sich wichtig zu machen, gehören wirklich in eine Baracke, wenn nicht gar auf die Straße, wohingegen manche Obdachlose sehr wohl wissen, was sich gehört. Permanente Stänker, die nicht die geringste Rücksicht auf andere nehmen, sollte man kurzerhand raussetzen.

Liebe Grüße und dir einen schönen Tag mit deinen Kindern,

Annelie

17. Mai 2017

Guten Morgen liebe Annelie! Ich kenne dieses Dilemma nur von Hotelübernachtungen. Ganz besonders bei Aufenthalten in Paris, kann ich ein Liedchen davon singen. Horror! Von der Toilettenspülung und Dusche mal ganz abgesehen, fühlten mein Mann und ich uns wie in einer Peepshow. Von meinem Privatleben her hatte und habe ich das Glück im eigenen Haus zu wohnen, wobei ich sagen muss, das die ersten 20 Jahre ich davon im Reihenhaus wohnte. Ich hasste es wenn die Nachbarschaft mir auf meinen Teller beim Grillabend gaffen konnten. Doch seit vielen Jahren wohnen wir jetzt auf dem Land... und Ruhe ist. Viel Ruhe. Es gibt kein einziges Geschäft hier und auch kein Bus, nur den Schulbus. Nur eine kl. Kirche und der Friedhof am ende einerSackgasse... meine letzte Heimat! Bei mir hier könntest Du Dir die Oropax schenken und hättest bis auf die landwirtschaftlichen "Geräte" deine wohlverdiente Ruhe. Ich hoffe und wünsche Dir von Herzen das Du in ein zu Hause kommst in dem Du Ruhe und Friede findest und Lebensqualität selbstverständlich ist.
Sei lieb gegrüßt und hab einen schönen Tag
Soléa
 

17. Mai 2017

Danke, liebe Soléa, das wünsche ich mir auch. Schön, dass ihr ein eigenes Haus habt, auch für die Kinder. Wir hatten ja auch ein eigenes Haus und haben darüber hinaus oft in Einzelhäusern gelebt. Aber mittlerweile könnte ich so ein Haus gar nicht sauberhalten u n d schreiben. Je weniger ich putzen muss in meinem Haushalt, desto besser, zumal ich es immer gerne ordentlich und möglichst rein haben mag. Kleiner Fimmel. Auf dem Dorf stehen die Häuser ja auch weiter auseinander. Wir haben auch schon einmal in einem Reihenhaus gelebt. Ja, das ist nicht viel anders als in einer Wohnung. Danke für deinen verständnis-
vollen Kommentar, über den ich mich sehr gefreut habe.

Liebe Grüße,
Annelie