Deutsch-französische Freundschaft – Saarland und Lothringen

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Die deutsch-französischen Grenzen sind offen,
das lässt wieder auf bessere Zeiten hoffen,
davor war die Liebe ja abgeflacht,
in manchem Saarländer gar Hass entfacht,
man schimpfte über die Blau-Weiß-Roten,
mein Gott, was sich da für Bilder boten,
nur weil der „Wackes“ drüben kaufen ging,
sofort so mancher im Saarland spinnt –
die Polizei ruft und ihn böse anschwärzt,
da blutet mein deutsch-französisches Herz,
zumal die Schwarz-Rot-Goldenen,
sich in Geschäften in Frankreich tollten,
ihr jedoch wurdet alle geduldet,
wohl der Toleranz der Franzosen geschuldet,
„Spießer-Volk“ – oft der Deutschen Ruf,
nehmt euch zur Brust mal ein Tatsachenbuch,
schaut nach, ob ihr nicht Ansätze erkennt
und eine wahre Geschichte beim Namen nennt –
Einigkeit wäre angesagt,
damit sich, was war, erst nicht mehr anbahnt!

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Interne Verweise

Kommentare

15. Jun 2020

Gelitten hat die Freundschaft - schwer -
An so was dachte kaum man mehr ...

LG Axel

19. Jun 2020

Genau darin liegt auch die Tücke:
Unnütze Grenzen halt auf die Stimmung drücken…

Liebe Grüße
Soléa

16. Jun 2020

Neue Freundschaft, neues Glück?
Erst mal einen Schritt zurück...

LG Alf

19. Jun 2020

Darin ist der Mensch ja gut:
obwohl ichs weiß, packt mich die Wut …

Liebe Grüße
Soléa

16. Jun 2020

Mit Interesse gelesen,liebe Solea, Deinen Bericht aus der Aktualität einer Krisensituation, in der sich alte, längst überwundene " Gepflogenheiten" wieder einzuschleichen schienen; hoffe aber, es ist jetzt damit vorbei. Lb.Gruss Ingeborg

20. Jun 2020

Oh, liebe Ingeborg, da bin ich mir gar nicht so sicher. Es hatte sich stellenweise echt zugespitzt, dass die stellvertretende saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) sich dafür entschuldigte.

Ressentiments gegenüber Franzosen

Die negativen Erfahrungen mit den verschärften Grenzkontrollen beschränkten sich aber nicht nur auf weitere Wege zur Arbeit oder die Tatsache, dass lieb gewonnene Rituale wie Einkaufen in Frankreich für die Saarländer nicht mehr möglich waren. Während der Zeit der Grenzkontrollen sind auch Ressentiments gegenüber Menschen aus Frankreich wieder deutlich zu Tage getreten. Viele Menschen haben von Anfeindungen und Beleidigungen berichtet. Einzelfälle - aber eben viele Einzelfälle, die zusammen ein Bild ergeben, das beunruhigt. Angesichts der sich häufenden Berichte bittet die stellvertretende Ministerpräsidentin Anke Rehlinger (SPD) Anfang April öffentlich und explizit um Entschuldigung.

Auf SR3 gesehen und gelesen, hier der Link dazu.

https://www.sr.de/sr/sr3/was_bleibt_von_drei_monaten_grenzschliessungen_100.html
Es ist schon bitter, das alles!

Herzliche Grüße
Soléa

18. Jun 2020

Gut beobachtet und beschrieben. Berührt mich, liebe Soléa . NEIN, wir lassen uns nicht auseinander dividieren!!

Herzliche Grüße - Marie

19. Jun 2020

Nein, liebe Marie, wir nicht! Mit Toleranz haben es ja ganz viele Menschen nicht so aber, Gott sei Dank ist es nicht die breite Masse. Wäre nur schön, wenn gerade die dann mal was dagegensetzen würde, das ist jedoch leider viel zu selten der Fall…

Sei lieb gegrüßt
Soléa

19. Jun 2020

Sehr gut und tiefgreifend geschrieben. Ich hoffe die Erkenntnis kommt bei jeden. Die Nerven liegen bei manch einen flach.
Ich kann nur hoffen daß wieder Normalität einzieht. Unsere beiden Länder wieder zusammen wachsen.

LG Ilona

19. Jun 2020

Ich hoffe auch für uns alle das sich das nicht mehr wiederholt, liebe Ilona. Die Politik muss dafür sorgen, es gibt ja noch eine Zeit nach Corona, und eine untereinander verfeindete, wäre nicht gut und sehr traurig…

Viele liebe Grüße
Soléa