Für Zwei

von Kathleen Posvic
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Wenn Ihr eines Tages Fragen stellt
nach der Verteilung von Macht und Geld,
nach Klimawandel, Menschenrechten
und warum die Welt in solch einem schlechten,
ja desolatem Zustand weilt...

... Wer hat die Gelder so verteilt,
dass die einen ihr obszön anmutendes Vermögen
abschirmen dürfen vor den Nöten
einer stetig anwachsenden Schicht,
die schlicht im Schatten lebt,
während im Licht
Aktien verschoben, Anteile verwoben,
der Marktanteil zum Daseinszweck erhoben.
Die Schere spreizt sich bis sie bricht,
die Elite befördert das wissentlich.

... Wer hat die Natur so zugerichtet,
Regenwald und Meer vernichtet
und dabei nicht daran gedacht,
was dies mit künftigem Leben macht?
Das Klima verhält sich unberechenbar,
im Gegensatz zur Ernährung, die so klar
monoton ist wie synthetisch.
Das ist dramatisch, für uns nicht nur theoretisch.

... Und sag, Mama, war Demokratie
früher eine Regierungsform, die das Wie
ins Zentrum rückte, also die Partizipation
des Einzelnen befördern wollte, statt die Version
eines Autokraten zum Dogma zu erklären?
Wie war das eigentlich - konntet Ihr Euch wehren,
auf die Straße gehen und protestieren?
Wann begannen sie Euch zu inhaftieren,
wenn Ihr andere Ansichten vertratet?
Ist das eigentlich ausgeartet
oder war's schon immer so?

Werden sie fragen und ich bin froh,
dass ich Zeit habe nachzudenken.
Ich möchte den Blick drauf lenken,
Euch was versprechen, vielleicht auch schenken:
Es ist der nachdrückliche Widerstand,
einen Weg mitzugehen, der dieses Land
und unseren Planeten nicht nachhaltig schützt -
wir werden sehen, was es nützt.

... Wenn Ihr eines Tages Fragen stellt
nach der Verteilung von Macht und Geld,
warum Menschen nicht frei sind und das Klima sich wandelt,
dann möcht ich Euch sagen: Ich habe gehandelt.

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Kommentare

16. Jan 2018

Und würden die Menschen auch noch handeln,
aufhören, die Welt zu verschandeln,
dann - da hast Du recht - würd sich einiges wandeln :)
Danke!