Motten im Tee

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Lug und Trug wohin man schaut
jeder täuscht wo's geht
gibt's noch eine ehrliche Haut
und das nicht gerad' diskret.

Beschissen wird man überall
ob hüben oder drüben
manch Hersteller hat einen Knall
wer hinschaut sieht auch Lügen.

Von Mogelpackung bis Gammelfleisch
alles ist vertreten
Eier und Autos sind schadstoffreich
in Tee und Müsli schon Motten sich regten.

Der Onlinehandel macht munter mit
kassiert das Geld vorab
was geliefert wird weiß man oft nicht
der Shop-Betreiber zufrieden lacht.

Und schuld daran sind wir Verbraucher
das suggeriert uns die Politik
wer auf Schmu reinfällt und falschen Zauber
der fördert und verdient noch mit.

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Kommentare

16. Aug 2017

Liebe Soléa, das Schummeln und Betrügen liegt in der menschlichen Natur, jede/r sucht seinen Vorteil, das war schon immer so - und wird auch so bleiben, vor allem, wenn's um den Reibach geht; zum Glück haben wir Menschen auch positivere Eigenschaften, die wir dagegen setzen können, drauf baue ich - als Fundamentaloptimistin.

Liebe Grüße - Marie

16. Aug 2017

Liebe Marie, da gebe ich dir voll und ganz Recht, nur übertreiben sollte man es auch nicht.
Vor allem wenn es um Gesundheit und Sicherheit geht. Ich bin zwar auch optimistisch, aber an dich als Fundamentaloptimistin komme ich nicht ran, MEINE Logik bricht mir ab und an den Hals …

Viele liebe Grüße
Soléa

16. Aug 2017

Das Opfer als Täter - das scheint praktisch!
(Dann spricht man gerne von "postfaktisch" ...)

LG Axel

16. Aug 2017

Einfach den Spieß umzudrehen
sind auch so dreckige Ideen …

Liebe Grüße
Soléa

16. Aug 2017

Würd' gern vertrauen, bliebe gerne unvoreingenommen,
doch mancher ist dabei schon "auf den Hund gekommen".
Das nenn' ich keine Klugheit, wenn wer wen betrügt -
mit schlechter Ware sich so mancher Mensch begnügt.

Liebe Grüße, gutes Gedicht, Soléa,
Annelie
.

16. Aug 2017

Alles ist gut, bis man erkennt es war schlecht
und dann leise sich fragt, was ist noch fair und gerecht.

Liebe Grüße in deinen Abend
Soléa

17. Aug 2017

Das scheint eine erfolgversprechende Strategie zu sein. Und die erzeugt ein neues Lebensgefühl, tiefes Misstrauen gegenüber allem. Dieser Zustand hat auch mich erfasst. Allerdings erscheint es mir inzwischen als normal, wenn ich die Natur beobachte. Kein Überleben ohne Wachsamkeit. Wahrscheinlich hilft uns dies Infragestellen mit geklärtem Blick, menschliche Abgründe im Vorab zu erkennen und daran zu arbeiten. Dein Gedicht ist sehr anregend, liebe Solea.

LG Monika

17. Aug 2017

Lieben Dank, Monika!
Unser Blick wir geschärft, der Verstand sensibilisiert. Bleibt nur zu hoffen das wir auch gute Alternativen finden und nicht auf der Stelle treten.

Viele liebe Grüße
Soléa