Nach der Nachtschicht

von Lothar Peppel
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Sechs Uhr und mein Kopf ist ausgelaufen
ich gehe durch die stumpfen Pfützen seiner grauen Asche
zwei dünne Katzen, welche um ein Streicheln raufen
vom Denkgerüst fällt eine allerletzte schwarze Masche.

Zuhaus zuerst die Thermoskanne leeren
dann die Blase mit dem Füllstand einer implodierten Nacht
mit schwerer Hand die losen Zeichen aus der Zeitung kehren
sinken wie die Lider in einen unendlich tiefen Schacht.

Und die Treppe doch noch irgendwie hinauf gewunden
für den Rest der Welt eine tiefe Spur aus Shirt und Socken
um dann wieder über Stunden nicht in eines Schlafes Arm gefunden
bleib ich wie auf ewig in den grauen Pfützen hocken.

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Kommentare

19. Jan 2019

Die Nacht zum Tag gemacht und der Tag, will nicht wirklich schlafen. Der unnatürliche Lauf fordert sein Tribut …

Liebe Grüße
Soléa