Wundertag des Herrn

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An diesem Wundertag des Herrn,
an dem laut Vögel jubilieren,
hebt sachte sich der Morgendunst.
Ein Kuckuck ruft ganz leis von fern,
der Tag lässt wachsend Wärme spüren,
„Mach langsam ...“, flüstert die Vernunft.

Klatschrot blüht Mohn als Wolkencluster
familienweise am Feldesrand,
bienenreich summt Mittagshitze.
Bewegung wird ein lässlich Laster,
Betäubung liegt schwer auf dem Land,
Vogelsang ist Himmelsstütze.

Amseln nehmen von den Lerchen
den Staffelstab der Lebenslust,
legen Süße dir ins Ohr.
Langsam wird der Tag zum Märchen,
balsamgleich wird dir bewusst:
So ein Tag kommt selten vor.

© noé/2017

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Kommentare

18. Jun 2017

Den Tag hast Du sehr schön skizziert -
Denn die Beschreibung fasziniert!

LG Axel

18. Jun 2017

Ein Gedicht, das mich bezaubert. Bin mitten in der Natur und kann den Lobgesang mitempfinden. Danke.

LG Monika

18. Jun 2017

Ein herzliches Dankeschön aus dem Kurz-Urlaub ...
:o)))

18. Jun 2017

Dein Gedicht ist Balsam auf meiner Seele!
Einen schönen Sonntag Abend.
LG Claudia