Eine Ermutigung

von Annelie Kelch
Mitglied

Sterbend: ein Tag unterm Scherbenhimmel;
aus ihrem Albtraum erwachend: die Nacht.

Wir glauben zu führen und gleiten,
wir glauben zu leben und sterben.
Was führt deinen müden Schritt fort
von den Trümmerfeldern?

Bau dir ein Haus aus den Scherben!
Bring Mut und Zuversicht darin unter!

Wirf, wenn es sein muss - Worte!

Dieses Gedicht sollte keinesfalls in Zusammenhang mit Flüchtlingen aus Kriegsgebieten gebracht werden. Man kann während eines schrecklichen Krieges "kein Haus bauen".
Scherben gibt es auch ganz woanders: in Firmen, in Familien, im Seelenleben ... "Haus" ist hier symbolisch gemeint, eine Metapher für Zuversicht, Mut schöpfen.
Dieses Gedicht wurde veröffentlicht in: "Trümmerseele", Hrsg.: Stephanie Mattner und Michael Pilath

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