Am stillen Grabe

von Robert K. Staege
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Wo die alte, große Linde
rauschend ihre Zweige neigt,
wo der Mond im Abendwinde
leise in den Himmel steigt,

wo man einst in aller Stille
sie ins kühle Grab gesenkt,
dahin hat wohl Gottes Wille
heute meinen Fuß gelenkt.

Betend geht der Blick zum Baume,
leis’ ich eine Träne wein‘,
und ich weiß, heut‘ Nacht im Traume
werd‘ ich ihr noch näher sein.

Geschrieben am 19. Februar 2018

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