Der Seelenfrieden

Bild von Horst Fleitmann
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Ein Herr möcht' and'rem Herren gerne,
der leider wohnt in weiter Ferne,
die Meinung blasen, äußerst derb.
Nicht stubenrein, nein, ziemlich herb.

Er bläst das Halali zum Kampf,
um abzulassen innren Dampf.
Doch fehlt vom and'ren Herrn (welch Kummer),
Adresse und auch Fernsprechnummer.

Der Mensch verschiebt's Aufbrausen dann
zunächst einmal bis irgendwann.
Aus irgendwann wird dann für immer.
Schon bald erinnert er sich nimmer.

Man merke: Wer vergessen kann
ist seelisch komfortabel dran.
So bleibt ihm dauerhaft beschieden,
ein gut vertäuter Seelenfrieden.

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