Wo bleibt die große gelbe Himmelsbiene …?

von Annelie Kelch
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Der Fluss versinkt im Teer der Nacht,
Das alte Mondhorn wirft ein Schlafkleid
Übers längst verstummte Wiesenfeuer.
Wo ist mein lustigfreches Katzenvolk geblieben?
Es folgte wohl den Mäuslein in die Scheuer.
Der alte Knecht sitzt noch am Brunnenrand,
Hängt schweren Träumen nach, vergisst die Wacht,
Zwei nachtverliebte Sterne spiegeln sich im Weidenbach.

Der nasse Krähenwinter will nicht weichen,
Schwarz stehn die Bäume, laublos noch, und
Ohne Schatten in der Flur. Das Wolkenheer der
Kalten Tage: stumme Schafe, traumatisiert noch
Von der letzten Schur.

Wo bleibt der Met der großen gelben Himmelsbiene?
Wann wird ihr Honig endlich wieder fließen …?
Wann sticht der Hafer sie, auch uns zu stechen …?
Im Sommer, singt der Fisch: Dann tanzt der Flegel,
Saust der Rechen, verliert das Kraut die Bitterkeit,
Der Stein den Dämon und taut auf, macht zum Geschwätz
Der Tauben auf dem Marktplatz gute Miene.

Danke, ihr Lieben, für eure Genesungswünsche. Es geht - langsam - voran. Leider ist auch mein Laptop krank. Ich merke das nicht nur am Stromverbrauch, sondern auch daran, dass nach einer gewissen Zeit mit Internet meine Füsschen kribbeln. Es ist eben hier alles zu eng und klein. Darum habt bitte Geduld, bis ich - bald - einen neuen habe und es meinen Prellungen besser geht. Dann bin ich wieder voll bei euch. LG Annelie

Zeichnung und digital, Copyright: anne li
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Interne Verweise

Kommentare

20. Mär 2019

das ist großartig, Annelie.Bin nur sporadisch auf diesen Seiten und bedaure sehr,
dass ich dir darum Genesungswünsche von ganzem Herzen erst jetzt sende.
Werde bitte wieder ganz gesund !
Ich hatte irgendeine Ahnung, fehlten doch aktuelle Beiträge von dir.
liebe Grüße
ulli

21. Mär 2019

Vielen Dank für Deinen Kommentar und Deine Genesungswünsche, lieber Ulli. Meine Schulter ist bereits geheilt. Sie hat die Feuerprobe überstanden - schweres Tragen und das Ziehen des vollen Einkaufsshoppers, was ich mehr gedankenvoll und unabsichtlich vollzogen habe, weil ich sie, die Schulter, eigentlich noch schonen wollte. Das Veilchen unter dem rechten Auge verblasst zusehends; aber mein Laptop will mich von den Füßen her auffressen, sobald ich das Internet zuschalte. Das ist sehr, sehr schmerzhaft. Es kann sein, dass ich zu wenig Bewegung und mich in der Vergangenheit zu sehr verausgabt habe. Ich bin noch dabei, den Grund für seine plötzliche Internetfeindlichkeit herauszufinden. Wahrscheinlich spielen mehrere Gründe eine Rolle.

Liebe Grüße und einen schönen Donnerstag für Dich,
Annelie

20. Mär 2019

(D)Ein feiner Text - Frühlingsbeginn:
Das Katzen-Bild dazu macht Sinn!
(Gute Besserung noch mal von mir!
Frau Krause ist VOLL da - ihr Bier ...)

LG Axel

21. Mär 2019

Dank, Axel, Dir, für Deinen Kommentar, die guten Wünsche,
vorbei sein sollte jetzt die Zeit der heißen Pünsche.
Doch Bertha findet wohl, es sei noch Winter draußen und sehr kalt,
da pflichte ich ihr bei und denk, lass sie doch weiterbiern
und punschen auch, dann wird ihr warm; sie bleibt nicht länger kalt.

LG Annelie

20. Mär 2019

Die Himmelsbiene ist auf dem Weg:
Mit Met, wirds dir bald besser gehen …

Sei lieb gegrüßt
Soléa

21. Mär 2019

Dank Dir, Soléa, lieb - das sollt ich ausprobieren ...
Mir guten Honig kaufen und mich auskurieren.

Liebe Grüße zu Dir,
Annelie

20. Mär 2019

Noch ist die Schwere ,hier beinah physisch, spürbar , in Mensch, Tieren, Natur; umso eindringlicher wirkt die Frage nach dem " Met der grossen gelben Himmelsbiene", nach dem Aufbruch, nach dem Frühling. Dein Stil, liebe Annelie, auch hier, unverkennbar.
Ich möchte Dir gern meine besten Genesungswünsche senden und alles erdenklich Gute . GlG in Deinen Abend. Ingeborg
Das Katzenbild ist schön!

21. Mär 2019

Dank, liebe Ingeborg, ich hab mich sehr gefreut von Dir zu hören
und hoffe, dass ich Dich bald wieder lesen und genießen kann
die Lyrik, die Du uns hier präsentierst. Gebe mir alle Mühe und
beweg auch heute meine Füße noch an frischer Luft; bin
hoffentlich dann wieder fitter; euch nicht zu lesen, wär
mir viel zu bitter.

LG Annelie

21. Mär 2019

Wunderbare Zeilen, liebe Annelie! Deine Gedichte sind immer ein phantastischer Kosmos aus Bildern, Klängen und Gefühlen: eine Sinnesreise!
Die ersten drei Verse haben es mir besonders angetan. :)
Noch brennt das Wiesenfeuer nicht. Aber bald. Schon sehr bald. :)

Herzliche Grüße
Ella

21. Mär 2019

Mein liebes Ellalein! Woher nimmst Du nur diesen herrlichen Optimismus?! Danke für Dein schönes Lob. Auch dieses Gedicht ist in der Nacht entstanden, als ich nicht schlafen konnte, weil hier meine Füße zippten. Es geht schon wieder los. Drum, liebe Ella, muss ich leider gleich das verrückte Ding ausstellen. Es hat keinen Sinn, hier und jetzt weiterzumachen.

Liebe Grüße zu Dir und einen wunderschönen Donnerstag,

Annelie

21. Mär 2019

Dermaßen angeschlagen so ein Brett von einem Gedicht abzuliefern,
da schlafen wir bestimmt dabei nicht ein...
Und auch wenn ich erst jetzt erfahre, wie es dir geht, so wünsche ich dir
noch viele Jahre honigsüße Ideenbienen.

LG. Waldeck

25. Mär 2019

Liebe Annelie,

aus tiefstem Herzen auch von mir - äußerst verspätete - sonnenbestrahlte Honigbienensommergenesungswünsche - auch wenn hier der Winter zurzeit wieder seine harschkalten schneeverpieksten Klauen ausfährt, um zu einer der wohl hoffentlich letzten Rutschpartien auf der Straße einzuladen! Hoffe sehr, bald weitere so wunderbar tiefgehende gedanklich wie bildlich überbordende Gedichte zu lesen - und ach ja, die Technik -

Herzliche Wunschfrühlingsgrüße

Yvonne

26. Mär 2019

Liebe Annelie, auch ich hatte mich etwas rar gemacht, ausgeklinkt – aus ähnlichen Gründen wie Du, es betraf nur einen anderen Teil meines Körpers … bin aber auf dem Weg der Besserung und ich hoffe SEHR, Du bist es auch!!! Alles GUTE und LIEBE auf diesem Weg. Dein Gedicht wieder in alt bewährter Prächtigkeit im Ausdruck, auch das Bild sehr gekonnt und wunderschön; ja, das fragt man sich, auch im übertragenen Sinn, wird der Honig wieder fließen …?

Liebe Grüße zu Dir - Marie

26. Mär 2019

Gute Besserung natürlich auch an Dich, liebe Marie!
(Frau Krause bessert sich - wohl nie ...)

LG Axel

13. Apr 2019

Liebste Annelie,
dass auch du mal irgendwie krank werden könntest, bemerke und erfahre ich erst eben jetzt, und auch noch am 13. April.
Werde bitte bald wieder gesund, aber so richtig wirklich.
Ohne dich und ohne deine Gedichte ist die Welt für viele gute, gescheite Menschen spürbar weniger bunt und entsetzlich ärmer. Auch die meinige, du Meisterin.
Lieber Gruß
Uwe