Mit erhobenem Kinn

von Alf Glocker
Mitglied

Und wenn ich verstünde was Leben bedeutet,
was täte ich dann – ja, was täte ich dann?
Wär' ich wie eine Schlange, die täglich sich häutet?
Fragte ich niemals mehr nach dem „Wann"?

Würde ich das klare Denken sofort vergessen?
Wäre ich mit Eifer ein Spielball des Nichts?
Ich wäre doch sicher auf alles versessen,
was sich da tummelt, im Bannkreis des Lichts!

Den Freuden würde ich mich eiligst verschreiben.
Nie mahr achtete ich auf die Folgen der Tat.
Und ich würde lustig unbeherrscht bleiben –
das und nichts sonst gäb ich mir selber als Rat!

Dann würd' ich mich loben, in aller Welt –
den Anfang vom Ende würd' ich gleich machen.
Ich pflegte den puren Zeitvertreib – ob er gefällt,
wär' mir völlig egal ... ich müsste nur lachen!

Sähe ich mich doch als das, was ich bin.
Verstünde ganz nebenbei, was ich hier soll –
mein Gang wär' bescheiden, mit erhobenem Kinn.
Ich verfluchte euch heimlich und fände mich toll!

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Kommentare

21. Mär 2017

Hier ward die Zeit nicht plump vertrieben -
Denn dies Gedicht ist gut geschrieben!

LG Axel

22. Mär 2017

Wer würde denn die Zeit vertreiben,
um einen Umstand zu beschreiben ?
Der müsste wirklich düster denken,
um sich danach, nur noch beschränken!
Das Ziel ist gut, um zu erkennen,
was bei uns falsch, der braucht nicht pennen.-