Wo Bäume atmen

von marie mehrfeld
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Im Wald heute früh, da fühlt’ ich wie nie,
wo Bäume atmen, da blüht Poesie,
da bin ich hellwach, vom Zeh bis ins Haar,
da fließen die Worte so ruhig und so klar,

da fühl’ ich mich bärenstark - fabelhaft,
das junge Grün zaubert, schenkt neue Kraft
und versetzt meine Seele in jenen Jubel,
der mich erlöst von Staub und von Trubel,

vom Lärm und der Hektik meiner Stadt,
ich halt’ in der Hand ein Buchenblatt,
das einzigartige Meisterstück
füllt mir den Kopf mit purem Glück,

betrachte mit Andacht die feinen Adern,
will nun nicht länger nur klagend hadern,
ihr Blätter zerstäubt der Sonne Licht
und verklärt mein Fühlen mit Zuversicht,

vernehme ich euer wisperndes Singen,
umweht ihr mich mit zarten Schwingen,
hör’ ich von Loben, von Lieben euch sagen,
in diesen goldenen Frühlingstagen

bin ich ganz nah bei eurem Rauschen,
will euch mit all’ meinen Sinnen lauschen,
mir scheint es in diesem Jahr - wie nie –
wo Bäume atmen, da blüht Poesie …

Quelle: Fotos kostenlos, verändert

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Kommentare

23. Apr 2018

Die Bäume, sie können uns so viel lehren -
man muss sie erhalten, beschützen und ehren ...

LG und Dank
Marie

23. Apr 2018

der Mensch ist durch und durch Natur
er vergisst es zunehmend nur
LG
ulli

23. Apr 2018

Ein fabelhafte Aussage.
Sie funktioniert in jeder Art stiller Natur.

LG
Willi

23. Apr 2018

Das stimmt, lieber Willi, danke,
Deine Gedichte lese ich auch deshalb so gerne,
weilt "die stille Natur" darin oft eine Hauptrolle spielt ...

LG Marie

23. Apr 2018

Dankbar und euphorisch, liebe Marie, lausche auch ich Feld und Wald. Spüre die Poesie, wie du es so schön beschreibst …

Herzliche Grüße
Soléa

23. Apr 2018

Ja, so ein Spaziergang im maigrünen Wald,
der kann euphorsch stimmen,
danke, liebe Soléa -
sei herzlich gegrüßt!

Marie

26. Apr 2018

Euphorie und Sehnsucht pur
so unvermischt in der Natur nur
Grüner keimt die Zuversicht
in diesem schönen Waldgedicht

LG Yvonne