Sternschnuppe

Bild von Anouk Ferez
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Sahst hellen Lichtstreif durch den Himmel ziehn.
Sprachst den Wunsch. Ganz leis. Zu dir allein.
Dann Dunkel. Fernab der Gestirne Schein
verglühte, was die Schwärze ausgespien.

Tags lagst du – aller Grenzen bar – geborgen
lichtumflort an seinem Puls. Es goss
der Wunsch, der dich des Nachts durchfloss,
so süßen Honigtau in euren Morgen.

Doch Vogelstimmen sangen bang: vom Kinde,
welches niemals wird von dir geborn.
Vom Wunsch. Verglüht. Im All. Verlorn.
Dein Bauch bleibt flach. Geküsst vom Winde.

© Anouk Ferez 5/2016

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Kommentare

23. Mai 2016

Eine wirklich wunderschöne Sprache. Lädt mich ein gleich Deine anderen Gedichte zu lesen.

24. Mai 2016

Hallo Denis, Danke fürs Lesen und dein Lob. Ich freue mich sehr, das motiviert. Liebe Grüße, A.

29. Mai 2016

Ich kann mich Denis nur anschließen. Ein wunderschönes Gedicht. Liebe Grüße, Johanna :)