Nebelbaum

von marie mehrfeld
Mitglied

Kleiner Nebelbaum,
im mattgrauen

Wolkenschleier
der kalten Nächte

träumst Du einsam
am Weiher vom

frischen Grün und
dem hellen Licht

und trotzt dem Frost,
sanft streichele ich

Deine verschlossenen
zarten Knospen

des werdenden
Lebens im Schlaf

und hoffe für Dich.
Und für uns alle.

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Kommentare

23. Dez 2017

Liebe Marie, wie deinem kleinen Nebelbaum geht es wohl
auch vielen Menschen, darunter auch Kindern.
Nicht jedem leuchtet morgen der Weihnachtsstern.

Liebe Grüße,
Annelie

23. Dez 2017

Da hast du recht, liebe Annelie, ganz abgesehen von der zunehmenden Zahl der Obdachlosen in unserem Land - gibt es in unserer überreichen Wohlstandsgesellschaft unzählbare einsame Menschen zur Weihnachtszeit, alte, kranke, verbitterte, enttäuschte, sie verbringen diese Feiertage mit sich selbst in ihrer Wohnung und hoffen, dass sie schnell vergehen ... MAN SOLLTE auf die Straße gehen und wenigstens eine, einen EINSAME/N nach Hause holen zum Gänseessen, das habe ich schon oft gedacht und doch leider nie verwirklicht … es geriet mir immer wieder aus dem Sinn in dem ganzen Trubel, jetzt nehme ich mir als geringste Anforderung vor, wieder einen anständigen Betrag in den Klingelbeutel fließen zu lassen für „Brot für die Welt“ während der Christmette ... zurück bleibt das ungute Gefühl, zu viel zu reden und zu wenig zu handeln, das gilt nicht nur für die Weihnachtszeit.

Liebe Grüße - Marie

23. Dez 2017

Liebe Marie, auch ich bin diesen Weihnachten allein; aber ich habe so viel zu tun (lesen, schreiben, insbesonder Haiku, jetzt habe ich seit zwei Tagen wieder einen Fernseher und freue mich besonders auf 3SAT), dass ich diese Einsamkeit, die ich - ehrlich gesagt - angesichts dieser Tatsachen fast als Segen empfinde, sehr schätze. Ich kann aber gut verstehen, dass sich Menschen über Weihnachten einsam fühlen. Wirklich leid tun mir einsame Kinder und Obdachlose. Für sie ist diese Zeit am bittersten. Die meisten Menschen können doch nur für EINE Sache spenden. Ich spende für Amnesty. Es gibt ja außer uns Deutschen noch andere Menschen auf der Welt, die in Gefängnissen "leben", weil sie für die Freiheit kämpfen - oder auch gern mal für LiteratPro.

Liebe Grüße zu dir,
Annelie

23. Dez 2017

Doch lebt er weiter - ungeschmückt -
Was kaum dem schönsten Christbaum glückt ...

LG Axel

23. Dez 2017

Den Baum, ihn schreckt diese Kälte nicht,
denn er träumt vom Frühling mit Zuversicht …

danke und liebe Weihnachtsgrüße - Marie

23. Dez 2017

Ein wundervolles und zuversichtliches Gedicht, das mich froh macht. Danke Marie.
Nun wünsche ich Dir und allen Menschen, die Du liebst, harmonische und friedvolle Festtage.
Liebe Grüße,
Monika

23. Dez 2017

Danke, Monika,
auch dir frohe Feiertage
im Kreis lieber Menschen.
Liebe Grüße - Marie

23. Dez 2017

Der Baum - der nicht geschlagen
ob Nadel oder Laub
erfreut nach vielen Tagen
mit Grün im Sommerstaub ....

Schön , das er sich im Nebel versteckt

LG Picolo

24. Dez 2017

Ein Baum, ob im Nebel oder Licht
er freute sich sehr über Dein Gedicht ...
Er Hoffnung gibt und Beständigkeit
in dieser oft so schnelllebigen Zeit.

Es braucht oft nicht viel, jemanden glücklich zu machen. Ich meldete mich gestern bei einer lieben Verwandten, die weit weg wohnt, für den 2. Feiertag zu Besuch an. Ich hörte nicht nur ihre Freude in der Stimme, sondern auch ihre Erleichterung das Fest der Liebe nicht alleine verbringen zu müssen - und sie lebt nicht auf der Straße ...!

Herzliche Grüße
Soléa