Die Eselsbrut

von Alf Glocker
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Pure Entromantisierung hat die Welt ergriffen.
Auf schöne Träume wird ab jetzt gepfiffen –
nur noch die „Praxis“ zählt … bescheiden
ist das Wesen, denn es möchte sich vermeiden!

Wozu noch in bestimmten Formen schwelgen?
Man beißt ja eh schon auf den Felgen!
Die Zivilisation ist leider dekadent,
weil sie kein Maß und keine Ziele kennt.

Nur gleichgemacht sind alle Werte offen –
das lässt auf jenen Kommunismus hoffen,
der schon einmal Kultur brutal zerstörte,
da man auf falsche Prophetie und Einfalt hörte!

Doch dadurch können wir uns alle Pläne sparen,
die früher voller echtem Optimismus waren,
daß sich auf Erden noch der Geist entwickelt,
den man zur Zeit, ach so gekonnt, zerstückelt.

Warum sich überhaupt noch kreativ beklagen?
Wozu noch jene Weisheit fröhlich wagen,
die uns einst aus der Steinzeit hoch erhob?
Dem Unsinn und der Asche zollt das Lob!

Wir werden nicht wie Phönix daraus steigen,
nein, wir werden kuschen, werden schweigen,
denn für den Fortschritt braucht es großen Mut –
und keine feige und konforme Eselsbrut!

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Kommentare

25. Mär 2019

Freilich ist ein Esel schlau - mit eignem Kopf -
Und kein stupider Nachlatsch-Tropf ...

LG Axel