Waldeslob

von Robert K. Staege
Mitglied

O weiter, lichter Buchenwald,
an Deiner edlen Wohlgestalt
konnt‘ ich mein Herz erquicken.
Ich gab Dir, was so zag und bang
mir lastend in der Seele schwang,
und was mich tat bedrücken.

Dort unterm holden, grünen Dach
warf alles, was mich macht so schwach,
ich in Dein lindes Rauschen.
In jener, stillen Einsamkeit
konnt‘ ich den Schmerz, mein Weh und Leid,
für neue Kräfte tauschen.

Du hast Dein Grün mir zugeneigt,
der Erde Kraft mir neu gezeigt,
und tatest mich entrücken.
Und in mich floss des Lebens Macht,
ich habe an mein Lieb‘ gedacht,
und fühlte ein Entzücken.

Der Liebe süße Seligkeit
hast Du in mir aufs Neu‘ befreit.
Wie tief bin ich beglücket!
O weiter, lichter Buchenwald,
mit Deiner edlen Wohlgestalt
hast Du mein Herz erquicket!

Geschrieben am 25. Mai 2018 bei Schlangenbad.

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Mehr von Robert K. Staege online lesen