Dieweil …

von * noé *
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Die Erde stöhnt in Fieberdämpfen,
die Menschheit windet sich in Krämpfen,
dieweil draußen die Sonne scheint
und sich der Vogelchor vereint.

Er schmettert lustig Lied um Lied,
dieweil der Frühling sanft erblüht
und Menschen sich zuhaus verkriechen –
man kann die andern grad nicht riechen.

Man hält sich gegenseitig fern,
mal mehr, mal etwas weniger gern,
den Todeshauch bemerkt man nicht,
dieweil das Virus deutlich spricht.

Der Sommer kommt, die schöne Zeit,
und uns tut plötzlich vieles leid …
Dieweil der Mensch von Allmacht träumt,
hat er als Menschheit viel versäumt.

Geschicke lassen sich auch lenken …
Jetzt hat er wieder Zeit zu denken,
er fühlt sich hilflos, nackt, entblößt –
dieweil er auf sich selber stößt.

Es muss nicht alles traurig enden,
es könnte sich zur Chance wenden,
indem der Mensch sich neu erfindet –
dieweil Natur von Frühling kündet …

© noé/2020

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