Das Gemälde

von Maik Kühn
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umgeben von dichten Wäldern thront mächtig der Berg
verfolgt lustvoll eines Mannes schöpferisches Werk
denn hier am Fuße des Massivs im hölzernen Haus
entsteht dank begabter Hand ein bunter Augenschmaus

der Pinsel gleitet zärtlich, zieht die Linien fein
rotweingetränkte Umtriebigkeit bei Kerzenschein
zwei funkelnde Smaragde als Fenster zur Seele
faszinierender Anblick, entwässerte Kehle

sichelförmiges Lächeln und kupferne Locken
dazu tiefe Grübchen, sein Herz gerät ins Stocken
ihre Kurven übertüncht er schnell mit einem Kleid
sie, kreiert zu beenden einsiedlerisches Leid

vor der Tür zieht plötzlich auf ein wundersamer Wind
dringt durch, erweckt zum Leben das hübsche Menschenkind
scheinbar aus Dankbarkeit reicht sie ihm die Hand zum Tanz
umschlingt eng seinen Körper, gibt sich hin gar und ganz

beim Augenaufschlag Chaos, Farbe an den Wänden
zitternd hält er das Gemälde in beiden Händen
eilt mit letzter Kraft hinauf zum kahlgrauen Gipfel
sprungbereit, doch jemand erwischt des Kittels Zipfel

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