Nachtspaziergang

Bild von Robert Staege
Bibliothek, Mitglied

Dort auf dem bewegungslosen
Teiche liegt des Mondes Glanz,
malt mit Silber Lichterrosen
in des Riedes stillen Kranz.

Es blickt auf des Waldes Wegen
unverwandt ein Reh empor
in das Licht. Die Vögel regen
kaum sich noch im dichten Rohr.

Leis‘ der Bäume Blätter rauschen,
als der Nachtwind sie bewegt.
Ich kann herzenstief erlauschen,
was sich in der Seele regt.

Muss beglückt den Blick nun senken,
weil‘s durch Mark und Bein mir geht,
und ich spreche im Gedenken
an dich still ein Nachtgebet.

Geschrieben am 27. Juni 2019

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Kommentare

27. Jun 2019

Sehr gerne gelesen. HG Olaf