Wege in mein Herz

von Johanna Blau
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Will erinnern und enttäuschen,
Dem vorgeschriebenen Pfad entfleuchen.
Dem Schicksal entfliehen,
Und niemals wieder niederknien.

Ein Bote, der Gebote reicht,
Dabei mein Herz wieder erweicht.
Ich finde Fragen in mir wieder
Und entknote meine müden Glieder.

Wie lang denn waren Wege in mein Herz?
Ein Gespräch und der Abschied bringt mir Schmerz.
Wenn dein Gemüt mich in Erleuchtung schickt,
Treibt mich die Mühle und es ist verzwickt.

Überschwang warnt mich vorm mutig sein.
Wer ist schon gern mit sich selbst allein.
Und wahr ist alles was ich fühle.
Das Denken sendet mir die notwendige Kühle.

Mein Herzschlag drönt.
Und das Blut verströmt.
In meinem Innern eine altbekannte Wohligkeit.
Die Menschen, die ich treffe schenken mir ihre Zeit.

Leihen mir ihr Ohr,
Seelenvoller Chor,
Der mich trägt, um zu erzählen:
Wer ich war.
Wer ich sein werde, das darf ich wählen.

JB-08-2019

Spreewald, Foto: JB
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