„Nachdenken über neue Sicherheitsherausforderungen“

von * noé *
Mitglied

Wer schreckt wen womit noch ab?
Wenn jedes Land „die Bombe“ hat,
dann ist es doch nicht mehr die Frage:
„Überleb ich? Jahre? Tage?“

Wenn Dummbeutel neu Reden schwingen,
wie Gegner sie „zum Zuhör’n bingen“
mit noch ein paar der Bömbchen mehr
(als wenn es Plastikspielzeug wär!)

und jeder weiß: Es gibt schon viele,
für jede Menge Selbstmordspiele …
Niemand wird dann Europa schützen,
wir sind für die nur Standortstützen

zwecks Wegverkürzung von Strategen,
bequem grad mittig noch gelegen,
und sowieso schon ausradiert,
wenn Politik zum Abschlag führt.

Das Schlachtvieh füttern und ablenken,
es soll dem Staat Vertrauen schenken,
damit’s selbst noch die Klappe hält,
wenn die finale Bombe fällt.

„Erfolg“ soll „Nachrüsten“ jetzt bringen,
hört man die Todesengel singen –
als wenn wir Kleinen es nicht wüssten:
Wir schützen andre Landesküsten

und gehen selber dabei drauf.
Doch Rühle nimmt sowas in Kauf:
„Es sind Jahrzehnte aufzuholen!“,
hört man von denen, die Krieg wollen.

„Nur so halten wir schließlich Schritt
und spiel’n im Atom-Poker mit!“
Von Büchel aus werden sie starten:
Atom-Tornados. Drauf zu warten …

Und in dem ganzen Leichenbrei,
sind sowieso WIR einerlei …
Wer jetzt noch mit Atom-„MACHT“ prahlt,
dem hat sie längst das Hirn verstrahlt.

© noé/2018

(s. „Stern“ 21/2018, „Der neue nukleare Wettlauf“)

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Kommentare

28. Mai 2018

Aus der Geschichte nichts gelernt -
Weshalb man gern sich selbst entfernt ...

LG Axel