Blassblau

von Michael Dahm
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Blassblau ist der Himmel gemalt,
am Boden geht frierendes Laub,
vom Horizont das Leben schon strahlt,
und hinten sind Spuren im Staub.

Hoffnung flutet das wartende Herz,
sie holet die Blume hervor,
es bricht durch den ewigen März
der Duft, den ich frierend verlor …

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154 Seiten / Taschenbuch
EUR 10,61
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Kommentare

27. Jul 2017

Oje, lieber Micha, da habe ich aus Versehen mein "Lesenswert" wieder zurück genommen: ich hoffe ich konnte das mit erneutem anklicken wieder rückgängig machen !! ( Es war mir gar nicht bewusst, dass ich dieses Gedicht bereits gelesen habe, es muss länger her sein. ..)

Nun habe ich es völlig bewusst unter dem Titel "blassblau" gelesen, dazu noch laut.. (Klar lese ich dieses Gedicht nun viel bewusster, nachdem ich selbst über "blau" schrieb)
Es gefällt mir SEHR! Und ich bin froh, es im Fundus entdeckt und erneut und völlig in Ruh gelesen zu haben. Du bist so ein guter Naturbeobachter und findest so schöne Wortbilder: bewahre dir das!
lG
A.

27. Jul 2017

Liebe Anouk,

ich freue mich immer über Deine lieben Kommentare, deshalb werde ich dieses eine Mal über Dein Versehen hinwegblicken ;-) .
Die Poesie und das Beobachten der Natur und ihrer Schönheiten liegen mir im Blut .
Ich hatte nicht das Vergnügen zu Studieren , aber ich habe mir das Lesen noch vor dem Besuch der Schule selbst beibringen können und dann ging es los . Kein Buch war vor mir sicher. Mit der Bibliothekarin war ich per Du und selbst die Bibel und das Gilgameschepos hab ich dran genommen. Vielleicht ist deswegen etwas von der Wortemalerei hängengeblieben .
Es macht mir jedenfalls immer einen Riesenspaß etwas neues und vor allem sinnvolles zu kreieren. Ich versuche schon mich in das klassische Genre einzuordnen. Das liegt mir besonders gut.
Da ich in Mecklenburg lebe , bin ich quasi täglich in der Natur zu Gast und lebe mitten in ihr.

LG Micha

27. Jul 2017

Lieber Micha, das ist toll, so früh lesen zu können und sich das sogar selbst beizubringen!!! Ich lese an der Grundschule mit Erstklässlern um Rahmen des Deutsch-Förder-Unterrichts und sehe oft, wieviel Probleme es da trotz "Hilfe" und Anleitung gibt. Also Hut ab! Ich habe als Kind viel Karl May verschlungen, alle Bände. Ich wollte so gerne Old Shatterhand sein.. Ich habe später in der weiterführenden Schule viel lesen müssen, vieles gefiel mir nicht: die Weber, der Schimmelreiter, der Barbier von Sevilla.. Was mich fasziniert hat , war alles von Franz Kafka.Später, lange nach der Schule habe ich mal einen kleinen Literaturkreis geleitet. Völlig zwanglos, wir haben solidarisch abgestimmt, was wir lesen möchten. Das war sehr schön, es war so bunt gemischt und jeder konnte sich eingeben.
Was du sagst mit der Bibel... das ist interessant; gerade im alten Testament stehen sehr viele richtig "spannende" Geschichten, man muss sie nur zu lesen und zu deuten wissen.
Es ist immer toll, etwas aus eigenem Antrieb zu machen/schaffen, studieren wird sicher oft überbewertet.
Die Natur bringt oftmals "Dichter & Denker" hervor, so mancher Poet war/ist Gärtner oder Förster oder dergleichen...
Lieber Grüße, Anouk

27. Jul 2017

Ach, liebe Anouk,
da sagst Du was, die Karl May Bände hab ich geliebt, meine Eltern hatten sie bei sich stehen und meine Oma hatte das dicke Märchenbuch der Gebrüder Grimm. Das weckt natürlich kindliche Phantasien enorm. Mit 16 / 17 Jahren schrieb ich an einem Science Fiction Roman und hatte auch schon Kontakt zu einem DDR Verlag aufgenommen, leider hörte ich zu dem Zeitpunkt noch zu sehr auf meine Eltern, die da absolut dagegen waren und habe das gesamte Manuskript vernichtet. Das hätte vielleicht mein Sprungbrett werden können. Später dann , bei der Armee schrieb ich Kurzgeschichten für meine Kameraden, die so fasziniert waren, dass sie mich bedrängten weiterzuschreiben. So das ich in der Zwickmühle saß, während meiner knappen Freizeit Fortsetzungsgeschichten zu schreiben. Das ist nun aber schon lange her. Jetzt schreibe ich seit etwa 2012 Gedichte und Kurzgeschichten und hoffe das mich mal wieder eine gewaltige Lust packt zu einem Roman. Am besten liegen mir da immer noch
Science Fiction und Horror. Poe ist mir dabei ein Vorbild und in der Dichtung liebe ich Max Dauthendey.

Liebe Grüße Micha

28. Jul 2017

Hallo Micha,
Edgar Alan Poe, sag bloß, den fand ich auch toll! Ich war stets hin- und her gerissen zwischen Angst und Fasznination! Er war eine MEISTER!!! War er nicht auch beim Militär und hat während der Zeit weiter geschrieben ?
Es gibt viele Schriftsteller, darunter auch Poeten, beim Militär. Bei der Luftwaffe sind mir ein paar bekannt, u. a. Antoine de Saint Exupéry, Beuys ( eher Künstler als Schriftsteller), Osborn, Baunburg... ach, so viele mehr.
Toll dass Deine Kameraden dich animiert haben und sich deine Geschichten erbaten. Es geht nichts über einen Leserkreis , der den persönlichen Schreibstil über Massenware schätzt. Um dein Manuskript tut es mir sehr leid. Ich weiß, wie viel Herzblut darinnen steckt: ein Manuskript ist wie ein Kind... Natürlich wünscht man sich da das Wohlwollen der Eltern. Aber auch wenn man die Eltern in ihrem Handeln nicht immer versteht: sie meinen es gut in ihrer Absicht.
Dennoch; sehr ,sehr schade ums Manuskript! Aber du wirst ein neues schreiben, eines Tages, und mit all der hinzugewonnenen Lebenserfahrung wird es noch viel besser werden. Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück dabei!
Liebe Grüße
Anouk