Erlösung ✓ Gedichte zum Thema / Schlagwort

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von Joachim Ringelnatz

Dorthin geh, wo die Andern nicht sind,
Weit hinaus in die freie Einsamkeit,
Wo dir Wolken, Berge, Bäume und Wind
Großes reden von Später und Ewigkeit.

Und dort schöpfe, fasse und füll dir die Brust,
Daß – kommt…

von Christian Morgenstern

Dein Wunsch war immer – fliegen!
Nun naht dir die Erfüllung.

Du wirst den Raum besiegen,
nach jener Weltenthüllung,
die uns zu Freien machte
vom Schlaf der blinden Runden.

Nun hast du, Mit-Erwachte,

von Anouk Ferez

tränen tanzen
welke blüten
röten scheu das
urgestein
marmorwange
toter engel
fügt sich in den
reigen ein.

einsamkeit
sieh meine farben
tropf mich
in dein
grau hinein

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Ich wiegte mich auf den Wellen
allen irdischen Lebens;
bin allem jetzt so nah.
Stimmungsbild, Orange gehaucht,
mein Blick verspielten Wellen nachschaut,
majestätische Silhouetten,
Hügel von der Nachbarinsel,…

von Annelie Kelch

Sein Gefieder glänzte im Mondlicht wie ein Klumpen Silber.
Als ich sicher war, dass er schlief, schlich ich ans Ufer
und heftete meine Seele unter seinen linken Flügel.

Ich versteckte mich im Schilf und wartete auf den Morgen.…

von Luise Maus

Todes Kuss

Gelebt und doch
nur dahingesiecht
in großer Sehnsucht
nach ein wenig Glück.
Engel des Todes
du Krieger Gottes
gib mir endlich
den ersehnten Kuss.
Du schenkst mir
dein…

von Axel C. Englert

Man WIRFT mit mir?! Grandiose Qual!
Ständig heißt's: „Kopf oder Zahl?“
Fußball? Interessiert mich NICHT!
Trotzdem droht doof die Anstoß-Pflicht …

Die SEITENWAHL?! Total idiotisch!
Bei BÜCHERN wär es kaum neurotisch…

von Axel C. Englert

Frau Krause! Jener Ton! Macht mich verrückt —
„Na prima! Det is dem total jeglückt!“
STÄNDIG rrrollt jemand dies „R“!
Stoppen schnell sie solch Geplärr …

Für hundert Euro „Gurgel-Geld“
Zog Krause wild für mich ins…

von marie mehrfeld

Die Einsamkeit.
Gedanken irren ziellos.
Schmerzende Stille.

Blick in die Weite.
Tiefes Sehnen nach euch,
Vergangenheiten.

Anbranden alter Klänge
durch den Tunnel der Zeit.
Alle Sinne hellwach…

von Jürgen Wagner

Zwei Cherubim, die steh’n davor,
doch schau ich manchmal durch das Tor

Mir scheint, dort weht die frische Luft
und ab und zu ein kleiner Duft
Die Erde grünt und blüht zur Zeit
Der Himmel dehnt sich ja so weit

von Ekkehard Walter

Wohl denen, die da wandeln
auf Gottes rechtem Pfad.
Die selbst nicht unrecht handeln
bei böser Leute Rat.
Welche sogar vor Spöttern fliehn
und lieber Gottes Weisung suchen,
auch nicht mit den Sündern zieh'n,…

von Axel C. Englert

„Spitz auf Knopf“?! MUSS das denn sein?!
Ich möchte EINMAL OBEN sein!
Auf meinem Knopf-Kopf sitzt ein Hund?!
So etwas! Scheint stets ungesund …

Ein DACKEL wäre mir genehm!
Höhenangst – bleibt (m)ein Problem …

von Soléa P.

Wasser prasselt herab
unzählige Tropfen ergießen sich
laufen übers Gesicht
reflektieren ein sanftes Licht.

Warmes Nass fließt am Körper hinunter
Perlen liebkosen die Haut
geben plätschernden Laut

von Karin Steuck

Zwei Augen, nur Kreise
und Alles ist da.
Ganz Großes im Kleinen
offenbar klar.

Um mich zu verteilen,
wenn ihr mich ganz seht.
Nichts mehr zu verbergen.
Nichts weggedreht.

Sehn mich eure Teile,…

von Michael Dahm

Der Garten

Nur ein wenig, doch nicht ganz,
im Geheimen, ohne Glanz,
keimen Sporen des Erwartens,
in der Ecke eines Gartens.

Doch es wußt' der Gärtner nicht,
dass gefehlt hat ihm das Licht,
welches…

von Anouk Ferez

Entstiegen
dem Kerker meiner Glieder
fliegen
durch betende Kammern,
geweihte Wände,
mein Geist und mein ICH davon.
Es jammern
nachtheilige Lieder
und ringende Hände.

Und im Kelche baden…

von Luise Maus

Glaceéhände betten
die wunde Seele in
ein samtenes Tuch
und legen sie
zur Ruh'.
Ein trunkener Quell
erfließt sich mit seichtem
Gewoge und führt
Glückseligkeit
der unsteten Mitte zu.

©…

von Axel C. Englert

Frau Krause! So geht es nicht weiter!
Ich bin nicht PLEITE! Ich bin PLEITER!
Denn keine Sau mehr BÜCHER kauft!
Der Dichter sich die Haare rauft …

„HAARE?! Hamse ja jar keene!
Höchstens an die krumme Beene!
Aba…

von Axel C. Englert

Ein Gouda, der in Urlaub fuhr –
(Bad Reichenhall, zur Wasser-Kur) –
Schimpfte auf das Wetter – deftig:
Der fiese Regen! Ist echt heftig …

JEDES JAHR der gleiche Mist!
Wenn du EINMAL in Ferien bist …
Klimatisch…

von Jürgen Skupniewski-Fernandez

Träne folgt den Tränen hin zum Stein der Weisen,
das kalte Herz erliegt dem feuchten Sehnen,
löst Arme, umarmt empfangen, von den Ausgebreiteten.

Greif nur hinein ins volle Menschenleben! Sieh! Aus der
Unterwelt steigen…

von Karin Steuck

Die Herzen bluten lachende Tränen.
Summen einsam gemeinsam.
Löcher der Leichtigkeit sprengen die Körper.
Betäubte Tränen erwachen stolz aus ihnen.
Und die Stimme des besonnten Schmerzes.
Das Lachen des Lichtes fängt…

von Karin Steuck

Löst man nur die eine Masche,
ist es nicht mehr weit.
Fliegt es weg wie kalte Asche,
reißt sich auf das enge Kleid.

Verstrickungen aus alter Zeit.

von Alfred Mertens

Wir können nicht mehr mit Bestimmtheit sagen,
was unser Leben hält für uns parat?
Denn auch das Ungewisse aller Fragen.
deckt sich nicht annähernd mit einem Rat,

mit dem wir glücklich in die Zukunft schauen,
wer…

von Soléa P.

Rücklings liegend auf duftender Wiese
Grashalme verstecken die seitliche Sicht
schaue in den Himmel, fühle, ich fliege
Körper und Geist leicht, ohne Gewicht.

Wolken ziehen hypnotisierend fort
Gedanken machen Pause,…

von Ekkehard Walter

Der alte Mann bald nicht mehr kann,
schleppend nur kommt er voran.
Die alte Dorfkirche ist sein Ziel,
gleich hat er's geschafft, es fehlt nicht mehr viel.
Seufzend setzt er sich in die letzte Bank,
ach wie war er als…

von Peter Boensch

Über die Stufen aus Marmoren
in weiße Tunica gekleidet
wandelten zwei Senatoren
erhaben schwebend und beneidet
hinab zum Odeon

sprachen iuvavischen Dialekt
mit hehren Gesten unterstrichen
da ist dem…

von Soléa P.

Suche nicht, sie ist gegangen
ruhte im Walde... gut versteckt,
hatte ein Plätzchen gefunden neben Tannen
wäre es ein Fremder, fände man es suspekt.
 
Sei nicht verzweifelt und gräme Dich nicht
dachte lange…

von Michael Dahm

Kein Blatt, kein Halm,
nur Wind spielte die Laute,
er sang den alten Psalm,
als ich nach Gestern schaute.

Und ich sang mit,
mein Brüderlein,
doch wie ich litt,
soll's nie mehr sein.

Kein Halm,…

von Axel C. Englert

Ein Knoten war kein bisschen gordisch -
Dafür freilich reichlich nordisch:
Stur-derber Seemanns-Knoten eben!
(Die herb nur an den Küsten (k)leben …)

Alexander der Große (einsfuffzich bloß)
Erschien (mit seinem…

von Michael Dahm

Blassblau ist der Himmel gemalt,
am Boden geht frierendes Laub,
vom Horizont das Leben schon strahlt,
und hinten sind Spuren im Staub.

Hoffnung flutet das wartende Herz,
sie holet die Blume hervor,
es…

von Alfred Mertens

Die Lüfte flüstern leis ihr Lied,
als Klage ihrer Todestunde.
Der Nebel durch die Zweige zieht
und streichelt sanft die letzte Stunde.

Der Himmel tief gehüllt in grau
das Leid erfährt das Sterben nah,
die…

von J.W. Waldeck

erhabene Edda
der Einklang
das kosmische Vibrieren
der Wurzel der Kräfte
der Garten der Vielen

die Seelen entspricht
erblühter Wiesen

wer fremder Religion huldigt
verhüllte Mumien schön findet…

von Annelie Kelch

Deine Seele ist ein Engel -
wie könnte sie sonst
in den Himmel fliegen?

von Alfred Mertens

Was in dem Hühnerhaus geschieht,
ist nicht, was Blühen uns bemüht,
dem Federvieh, dabei zu danken,
wir kennen schliesslich alle Schranken,
die sich den Tieren quälend stellen,
wie furchtbar ist`s in diesen Ställen.…

von Emilia Lindemann

Dort, in diesem Niemandsland
fliegen sie hinweg,
kaum mehr Verstand

Kein Gedanke
der Kopf schwebt frei
nur der Blick sieht durch den Schleier
zweierlei

Der pumpende Körper unter ihr,
er hebt die…

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