Bist du erwacht?

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Die Schöpfung: ein Tanzfest
so kraftvoll und weise,
vollkommen, lebendig,
aus göttlichem Geist,
ein Wunder und Jedes-
das Laute, das Leise-
Dich, Menschenkind, so
wie Du bist, willkommen heißt.

Öffne Dein Herz und weite
Deine Sicht! Die Blumen,
Du, der Schmetterling, das
Meer; All das ist Sternenstaub,
ein Teil vom selben Licht,
Ausdruck der Liebe, der Fülle,
zu keiner Zeit leer.

Gleite nach innen und begegne
Deiner Stille. Dort liegt verborgen
wer Du wirklich bist. Du bist das
Leben, Sein, bist Gottes Wille;
Und alles andere, das ist bloß
Schein mit Ablauffrist.

Bist Du erwacht und aus dem
Schein herausgetreten?
Du kannst erkennen, dass Du
ewig bist, unsterblich?
Dann nimmt Leid Abschied,
Friede wird Dich jetzt begleiten;
Sinn, Wahrheit, Freude für
Dich greifbar, offen, sichtlich.

Du weißt nun, dass Du mehr bist
als Du jemals glaubtest;
Weißt, dass Du Tropfen bist
und Meer zugleich;
Blickst, dass Du alles, was Du
bisher raubtest,
Dir selber wegnahmst, im tiefen
Schlaf der Unwissenheit.

Versöhnt bist Du, mit Dir
und mit der ganzen Welt;
Verschenkst Dich und nimmst
nicht mehr als Du brauchst;
Kein Zauber und kein Reiz
umspielen mehr das Geld;
Du weißt : So wie Du bist,
bist Du genug, Du reichst.

Du kannst den Fluss des Lebens
annehmen, so wie er ist;
Begegnest ihm in jedem
Augenblick bewusst, besonnen;
Und alles nur, weil Du erkannt
hast, wer Du wirklich bist;
Weißt: Du bist nie verloren!
Und hast stets gewonnen!

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Kommentare

13. Aug 2020

Zum Schluss schlich nur ein "en" sich ein -
Ansonsten scheint Dein Text sehr fein!

LG Axel

13. Aug 2020

Ach, Axel, Du, ich danke Dir,
Ein lieber Gruß zu Dir von mir! :)
Ella

14. Aug 2020

Zum Erwachen braucht man Reife:
und auch Zeit um es zu begreifen.

Sei lieb gegrüßt
Soléa

14. Aug 2020

Ja, das ist wahr, liebe Soléa.
Beides spielt eine wichtige Rolle.
Und doch ist es nur ein einziger Schritt, der jedoch zu gehen, fast unmöglich ist, denn er ist für den Verstand nicht begreifbar, unfassbar.

Vielen Dank und ganz liebe Grüße zu Dir :)
Ella

15. Aug 2020

Ein Text, der mit großer Hand von Beginn an,
alles in beide Hände gibt: wie das Symbol des Bäumchens, das aus beiden Hände mit Erde
übergeben wird = übergibst Du uns Größe, Wahrhaftigkeit und LIEBE,
Du schreibst einfach aus tiefem Herzen wundervoll.
Dir ein schönes Wochenende und Danke.
Heinz

16. Aug 2020

Lieber Heinz,
es stimmt. Wie jeder Poet schreibe auch ich tief aus dem Herzen. (Damit meine ich die authentische Wiedergabe dessen, was mich bewegt, mich rührt, mir nahe geht.) Die Frage ist nur: Wovon läßt sich der Poet leiten?
Und auch da hast Du recht: Ich lasse mich am liebsten von der Liebe leiten. Ich glaube fest, dass sie unser wahres Zuhause ist.

Vielen Dank für Deine Gedanken, lieber Heinz.
Ich freue mich sehr , dass Dir die Zeilen gefallen. :))

Herzliche Grüße zu Dir
Ella

16. Aug 2020

Ich glaube dir jedes Wort. Denn das WORT ist von GOTT
und GOTT ist das WORT. Dein Gedicht ist Inspiration
vom wahren WORT ! Fühle ich.
HG Olaf

16. Aug 2020

Vielen Dank, lieber Olaf.
Das Zitat aus der Bibel finde ich sehr passend, lieber Olaf.
Es bedeutet, dass letztlich alles auf das selbe Göttliche Prinzip begründet ist. Ohne das "Wort" würde nichts existieren. Es ist die Essenz von allem, was ist.
Auch von uns. Daher ist auf dieser Ebene nichts voneinander getrennt sondern alles miteinander verbunden. Die Trennung ist, spirituell gesehen, Illusion, die es zu überwinden gilt, was im sogenannten Erwachen erfahren wird. Genau davon spricht dieses Gedicht, lieber Olaf, was mit Deinem Zitat sehr treffend unterstrichen wird. :)

Ich freue mich sehr, dass Dir Die Zeilen gefallen und dass Du Dich davon inspirieren lässt. :))

Herzliche Grüße zu Dir
Ella

28. Aug 2020

Ein Reigen an Gefühl, Stimmung zart und ganz wundervoll ausgedrückt liebe Ella, gefällt mir sehr!

Herzlich liebe Grüße zu Dir!
Uschi

31. Aug 2020

Vielen Dank, liebe Uschi. Ich freue mich sehr, dass es Dir gefällt. Spiritueller "Kram" ist nicht jedermanns Sache.

Herzliche Grüße zu Dir
Ella

29. Aug 2020

Auf kraftvolle Weise im Sternenstaub umhüllt lebendigster Geist im flatternden Schatten des Schmetterlings die gesichtete Blume,
ein Wille zu erkennen, was innere Fülle, was Glaube und Hoffnung und Sinn – im Meer das Mehr gefunden – auf ewig reich!
LG Yvonne

31. Aug 2020

Wie wundervoll poetisch Du es wieder ausdrückst, liebe Yvonne.
Vielen Dank dafür. :)
Und ja, "auf ewig reich" trifft es ziemlich genau.

Herzliche Grüße zu Dir
Ella