Der Kitt, der uns zusammen hält

von Ella Sander
Mitglied

Der Kitt, der uns zusammen hält
ist nicht die Liebe, ist der Krieg!
Wir träumen zwar vom Paradies,
doch wenn es uns begegnet,
beginnt der Kampf gegen das Gute.
Als müssten wir es testen,
ziehen wir schlechte Saiten auf,
um rauszufinden:
"Wie weit kann ich denn gehen?"
Oder wir kümmern uns
nicht mehr darum:
"Mit Dem kann ich's ja machen!"
Was ist, wenn Freundlichkeit
das Schlechte in dem Andern weckt
und Schlechtes uns erst gut sein lässt?
Ja, dann verdienen wir,
was wir bekommen,
ohne zu merken, dass wir es sind,
dass wir das Paradies verhindern!
Da hilft dann auch kein Jammern!

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

17. Mär 2019

Du bringst es auf den Punkt in Deinem guten Prosagedicht, liebe Ella; wenn wir dem Guten begegnen, erkennen wir es oft nicht. Die zwei Seelen in uns, eine helle, eine dunkle; wir reden vom großen Weltfrieden und rüsten gleichzeitig wieder auf in dem Wissen, dass so der nächste Krieg vorprogrammiert wird. Der Anfang aber liegt in den kleinen Konflikten, die in unseren Köpfen stattfinden. Was wir tun können, ist, es benennen und dagegen anschreiben …

liebe Grüße - Marie

17. Mär 2019

Stimmt genau, liebe Marie! Was im Kleinen beginnt, findet sich im Großen wieder.
Mit dem Gedicht beziehe ich mich auf das zwischenmenschliche Miteinander.
Oft nehmen wir das Freundliche, das uns begegnet, als Selbstverständlichkeit, gerade bei Menschen, die uns nahe stehen und bemühen uns dann nicht mehr,
oder fangen an zu testen, wie weit wir gehen können, oder nutzen es aus, ohne zu merken, wie viel Unheil wir anrichten.
Erst wenn der Betroffene sich zur Wehr setzt, oder sich verletzt zurückzieht, bemühen wir uns wieder. Verrückt, oder?

Vielen Dank für die guten, bereichernden Ausführungen, liebe Marie. Freue mich sehr darüber! :)

Ganz liebe Grüße,
Ella

17. Mär 2019

Wer Freundlichkeit für Schwäche hält,
Trägt Schuld am Zustand unsrer Welt ...

LG Axel

17. Mär 2019

Ganz genau, lieber Axel, ganz genau!
Du hast den Sinn der Zeilen erkannt,
Wofür ich mich herzlich bedank'! :)

Ganz liebe Grüße
Ella

17. Mär 2019

Ja, da gibt es noch viel zu tun.
Was ich gar nicht verstehen kann, sind unfreundliche Verkäufer. Trotz Kundeninteresse, unfreundlich. Sabotieren ihr eigenes Geschäft. Das soll mal einer verstehen!

Vielen Dank, lieber Alf. :)

Herzliche Grüße
Ella

17. Mär 2019

Da steckt " ne Menge " Wahrheit drin; oftmals wird im Miteinander
Großzügigkeit und/oder Gutmütigkeit selbstverständlich gern angenommen, leider nicht gewertschätzt ,zuweilen auch ausgereizt. Und so was findet sich auch im Großen wieder. Gut geschriebener Text. HG , liebe Ella. Ingeborg

17. Mär 2019

Deine treffende Interpretation trifft genau ins Schwarze, liebe Ingeborg. Gerade bei nahe stehenden Menschen, derer wir uns sicher fühlen, bleibt Freundlichkeit und Respekt manchmal auf der Strecke. Eine ziemliche Belastung für die Beziehung.

Vielen Dank, liebe Ingeborg. Freue mich sehr über die lieben Worte. :)

Herzliche Grüße
Ella

18. Mär 2019

Der Kitt, der uns zusammenhält,
ist auch derselbe der auseinanderfällt.
Und wenn wir nicht gut aufeinander achten,
werden wir uns noch selbst abschlachten…

Liebe Grüße
Soléa

19. Mär 2019

Ja, die Ellbogen sind oftmals spitz,
Der Schlag damit, sehr schmerzhaft sitzt.
Und tun wir unsern Liebsten weh,
Dann wird es frostig-kalt, wie Schnee!

Dankeschön für den passenden Vierzeiler, liebe Soléa.
Freue mich sehr darüber! :)

Liebe Grüße
Ella