Jenseits des Ich

von Ella Sander
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Jenseits der Träume, der Gedanken,
der Geschichte, die ich über mich erzähle;
Jenseits der Formen, den Konzepten,
die mir Halt und Orientierung geben sollen;

Jenseits der Worte, des Empfindens,
wo ich Ozean bin und nicht nur Welle;
Jenseits der Schatten, innerer Grenzen,
dort, in der Tiefe, aus der Stille meines Seins,

wirkt Lebendigkeit, das Weite und das Freie,
entfaltet sich wirkungsvoll Schöpferkraft;
Dort bin ich reines Leben. Zeitlos. Furchtlos.
Ohne Vergangenheit oder gar Zukunft,

Unbedeutend und doch alles,
verwoben mit der Fülle und der Vielfalt
allen Lebens im einzig Ewigen, dem Jetzt,
gelassen, friedvoll und glückselig.

Wenn du jetzt denkst: Was für ein Spinner!
Dann hast du es noch nicht gefunden.
Denn dem Finder offenbart sich Wahrheit,
Sinn und tiefes, mitfühlend Verstehen,
jenseits des Sichtbaren, jenseits des Ich.

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Kommentare

30. Okt 2019

Sie ist verrückt, diese Geschicht,
Erst ohne Ich klärt sich die Sicht!

Hallo lieber Axel. Wie schön, dass du da bist. Wie schön
von dir zu lesen. Dankeschön dafür und liebe Grüße
Ella

30. Okt 2019

Jenseits des Ich können wir uns sehen,
können schaffen, schöpfen, aufeinander zugehen
oder wieder auseinander schweben,
sind immer noch Ichs, können befreit leben.
LG Britta

31. Okt 2019

Hallo liebe Britta,
vielen Dank für deine Gedanken zum Thema.
Habe mich sehr darüber gefreut :)
Laut spirituellem Verständnis gibt es einen Unterschied zwischen Ich und Selbst. Das Ich wird als der personalisierte Teil des Bewusstseins betrachtet, der sehr individuell und recht oberflächlich ist. Das Selbst ist die Tiefe, die wir in uns spüren, wenn du so willst, die Seele, das reine Sein und Bewusstsein, die innere Präsenz, die wir spüren, wenn wir ganz still sind und das Ich mal nicht plappert.
Auf dieser Ebene sind wir tatsächlich frei und Begegnungen finden innerhalb dieses Bewusstseins statt.
Das klingt so kompliziert. Ich habe Jahre gebraucht um es zu verstehen. Mein Ich hat sich mit Händen und Füßen dagegen gewehrt, denn ihm war klar, wenn ich den Punkt kriege, wenn ich das verstehe, verliert es unweigerlich seine uneingeschränkte Macht. Und genau so ist es auch gekommen und es ist wunderbar.
Ich danke dir nochmal für den Kommentar und grüße dich ganz herzlich
Ella

31. Okt 2019

Ein wunderschönes Gedicht, das ich sehr gerne gelesen habe.
HG Olaf

31. Okt 2019

Das freut mich sehr, lieber Olaf. Ich danke dir herzlich für den Kommentar :)
Liebe Grüße
Ella

31. Okt 2019

Jenseits des Ich ist nicht nur Du -
da kommt noch einiges dazu...

LG Alf

31. Okt 2019

Jenseits des Ich, da gibt es kein Du,
Da gibt es nur Sein und die Ichs geben Ruh.

Wie schön, Du bist noch da, ich freue mich, lieber Alf und danke dir für den Zweizeiler :)
Herzliche Grüße
Ella

31. Okt 2019

Vielen Dank, lieber Jürgen.
Ich freue mich sehr, dass es dich anspricht und dir gefällt :)
Herzliche Grüße
Ella

31. Okt 2019

Wunderbares Gedicht. Freue mich, wieder einmal etwas von Dir zu hören, zu lesen, liebe kluge Ella!

Marie

01. Nov 2019

Wie schön, auch von dir zu hören, liebe Marie :)
und dann gleich mit so einem beglückenden Kommentar.
Ich danke dir von Herzen und grüße dich ganz lieb
Ella

26. Jan 2020

Ein wenig verspätet, da erst nach langer Zeit - über die Jahreswende hinweg - erlesen, welch inspirierendes Entgrenzen...
Bleibe JENSEITS!!
LG Yvonne

27. Jan 2020

Liebe Yvonne, ich bin entzückt!
So mancher hält das für verrückt!
Sie sprechen von Realität,
Ohne zu wissen, dass sich jeder seine eigene webt.
Wirk-lichkeit ist, was auf uns wirkt,
Und alles andere erstirbt.
Doch du verstehst, das ist sooo fein,
Es könnte ja auch anders sein.
Ich danke dir, das ist kein Scherz,
Aus tiefstem und seligem Herz :)

Herzliche Grüße
Ella