Paul Helleu beim Malen, nach e. Gemälde John Singer Sargents

von Annelie Kelch
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Spätsommerabend, Herbst fast:
Uferschilf und Gras
neigen sich umbrisch, gelb,
dunkel das Wasserauge blaute.

Gelangweilt starrt ins Leere: Helleus Frau.
Allein das Kanu, das zur Wiesenau
sie fuhr, ist lebhaft wie Helleu,
obgleich nur Gegenstand und tot -
ein letzter Sonnenpfeil
zielt auf sein Leuchtendrot,
worin ein Schatten träumt, ein schwaches Licht.
Er, Helleu, selbstvergessen, malt,
mischt Farben,
sieht es nicht.

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