Nicht jeder kann dichten...

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......oder doch?
So mancher der auch denken kann
fühlt sich bemüßigt dann und wann
zu bringen Verse auf Papier
mit viel Gefühl und auch zur Zier.
Erhofft den Zuspruch zu erhalten
wenn Herzens Stimmungen gar walten
und voll des Lobes nur geschieht
geneigtes Leseraug' es sieht.

Denn wenn erst Zeile zwei und drei
nun noch so einiges dabei,
wovon erhofft er sich fürs Stück,
die Anerkennung, wäre Glück.
Speziell bei Themen wie der Liebe,
bestimmt wird er durch seine Triebe,
nicht immer jedoch wohlgesonnen,
sind diese Worte angenommen.

So kann`s mitunter dann geschehen,
vor Sehnsucht er wollt` schier vergehen,
die Worte aus der Brust wohl kamen,
im Leben wurden gar zu Dramen.
Anstatt der Liebsten Huldigung,
gab`s auch keine Entschuldigung,
oft falsch verstand sie sein Gefühl,
zog daraus selbst so manch Kalkül.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt,
dass auch wenn man nach Liebe sehnt
sich und vergeht manchmal vor Glut,
manch anderen oft weh auch tut.
Darum seid vorsichtig mit Reimen,
mit Worten die euch schön erscheinen,
sie werden oftmals falsch verstanden,
Gefühl kommt dann schnell auch abhanden!

© Uschi R.

mein Titel - natürlich augenzwinkernd - lautet: Nicht jeder kann dichten .... oder doch? Also die Verneinung und gleichzeitige Infragestellung
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Kommentare

31. Okt 2020

Ach lieber Axel sei gescheit,
für Bertha halt ein Bier bereit,
es wird auch nicht das letzte sein,
egal ob mit und ohne Reim.....

LG Uschi

30. Okt 2020

Man schreibt es auf verschied’ne Weise,
mal dröhnend schrill, mal zart und leise;

mit Neugier les’ ich fremde Texte -
und freu’ mich oft genug auf nächste;

wenn’s nicht gefällt, geh’ ich in Streik -
dann gibt es von mir auch kein „Like“ …

Mit lieben Grüßen an die versierte Dichterin Uschi -
Marie

31. Okt 2020

Das freut mich aber sehr liebe Marie, ich danke für den schönen Reimkommentar.

Seit jeher so manch Dichter es verstand,
die Dame seines Herzens an sich band,
mit Worten konnt er wohl betören,
darin ihr ewig Liebe schwören....

Liebe Grüße auch zu Dir,
Uschi

31. Okt 2020

Schreiben ist wie Malen Kunst,
die Finger werden schon mal wund,
jeder interpretiert für sich
ob es „gefällt“ oder auch nicht …

Sei lieb gegrüßt
Soléa

31. Okt 2020

Ui, da hab ich noch gar nicht nachgesehen liebe Soléa ob die Finger schon mal wund wurden... ;-)))

Aber es ist schon manchesmal so, dass es auf- und niedergeschrieben werden muss, bei mir zumeist des nachts, zumindest stichwortartig, denn am Morgen ist zumeist alles weg. Aber auch immer natürllich mit einem Augenzwinkern....

Herzlich liebe Grüße,
Uschi

31. Okt 2020

Und doch kann selbst die Kunst zu dichten
sogar auch Löcher gut herrichten.

31. Okt 2020

Dies zweifelsfrei liebe noé.

Mit etwas spitzer Feder schrieb ich nieder,
danach gelüstet mich mitunter, hin und wieder...
doch während ich es niederschrieb und in Gedanken,
waren erneut Gefühle, die in mir begannen nun zu zanken...

Dies passiert kommt in den Sinn, wenn ich so am Schreiben bin ;-)))
LG Uschi