Regengrau

von Corinna Herntier
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Am Himmelsblau die Sonne lacht,
als ob sie sich ein Späßchen macht
mit mir! Sie strahlt so heiter.
Sie übergeht, sie ignoriert
und leuchtet hell ganz ungeniert
- ich weine trotzdem weiter.

Mein Herz so schwer – ich will kein Licht!
Ich brauche deine Helle nicht!
Nur regengraue Stunde!
Wie bitter wühlt in mir der Schmerz.
Dein Lachen – Sonne - wie ein Scherz:
Drehst schadenfroh die Runde!

Ach, Himmel, zieh dich endlich zu!
Gib mir die triste, dunkle Ruh‘
als Trost für meine Seele!
Zeig Anteilnahme: Seufze auch!
Schick‘ Tränen mit des Windes Hauch,
dass Mitgefühl nicht fehle.

Und erst, wenn ich sie in mir find‘,
Erkenntnisse, die tröstend sind,
dann sollst du – Sonne - scheinen!
Dann blende mich mit deinem Licht,
ich fürchte deine Strahlen nicht!
Dann will ich nicht mehr weinen!

Heute strahlt die Sonne so hell vom blauen Himmel herab - und im Freundeskreis ist etwas Trauriges vorgefallen.
Daraus entstand "Regengrau".

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[numberofpages] Seiten / Taschenbuch
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Kommentare

28. Dez 2014

Winterlicht // Die Tage werden länger / und bringen wieder Licht, / und herrscht auch Eiseskälte, / Gefühl erfriert doch nicht. // So klirrend klar der Frost, / so überzuckert die Natur, / die Seele findet Trost, / sei's in Erinn'rung nur. // © noé

28. Dez 2014

Wo Schatten ist, da ist auch Licht, welches leise zu Dir spricht,
Corinna gräm Dich nicht ...

LG Micha

29. Dez 2014

Ein wunderbarer Text: schöne Melodie, feiner Sinn - alles perfekt!
LieGrü
Alf

07. Nov 2016

Ja, leider kenne auch ich diese Tage, an denen man zu glauben geneigt ist, die Sonne lache einen direkt aus ... zum Glück kommen aber auch wieder andere ... (zumindest lehrt dies die bisherige Erfahrung!).

Liebe Grüße vom Alfred