Zwei schwarze Schwäne

Bild von Adelmar
Mitglied

Zu meiner Rechten,
hoch am grauen Himmel fechten
im Flug zwei schwarze Schwäne.
Im Kampf die Hälse hart verschränkt,
gleich einem Wappentier verbunden,
vom Kampf geschunden und gekränkt.
Der eine löst sich, flieht mir zu auf festen Grund,
berührt den Weg, nimmt menschliche Gestalt an und
-in enger schwarzer Tracht und glänzendem Gewand-
hat mir den Rücken zugewandt,
setzt seinen Weg rasch fort -
der Weg, auf dem ich selbst auch stehe.
Ich blicke ihm verwundert nach und sehe,
dass er am Rücken klaffend wund, und dort,
wo einst der rechte Flügel stand,
rinnt eine rote Träne.

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Kommentare

03. Feb 2021

Lieber Olaf,
vielen Dank für dein Lob. Es handelt sich hier um die Beschreibung
eines viele Jahre zurückliegenden Traumes, dessen Szenario mich bis heute beeindruckt und beschäftigt
und der für mich heute wieder an Aktualität gewinnt.
Herzliche Grüße
Elmar

05. Feb 2021

Deine Poesie erzeugt filmreife Bilder- und Gedankenfluten.

Sehr schön!

05. Feb 2021

Da bleibt viel Raum für Interpretation.
Wie wunderbar, lieber Elmar.
Sehr beeindruckend und berührend. :)

Herzliche Grüße
Ella

06. Feb 2021

Liebe Laleah, liebe Ella,
vielen Dank für Eure positive Kritik. Den Impuls für die Ver-Dichtung dieses eindrucksvollen Traums, gab der folgende Artikel:

https://www.br.de/radio/bayern2/die-welt-nach-corona-essay-100.html?fbclid=IwAR05yUNAH23xtxmCK7LoOO6lBL0HBVdP2TrXAjxuDrrhBKepv01n-VG39WA

Herzlichst
Elmar

PS. Falls diese Plattform Mitte des Jahres tatsächlich, wie angekündigt, schließt kann ich das Forum >www.poeten.de< wärmsten empfehlen.

06. Feb 2021

Vielen Dank für die Hinweise, lieber Elmar. :)
Hoffentlich müssen wir uns nicht neu umschauen.
Ich finde es so schön und genau richtig hier.

Herzliche Grüße
Ella