Wie betrachtet „man“ eigentlich das Großhirn?

von Alf Glocker
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Aaalso: der Sapiens hat ein großes Gehirn … Damit kann er fast alles machen, sogar Denken. Aber die Größe sagt wiederum nix aus, wie man sagt. Wenn nämlich einer ein viel kleineres Gehirn hat als ein anderer Sapiens, der auch zu den Hominiden zählt, dann ist keiner klüger – auch wenn bei dem einen die Fresswerkzeuge größer als der Hirnkasten sind. Und das ist dann ungefähr so, wie beim Schimpansen und dem Gorilla, wo ja auch der Schimpanse ein größeres Gehirn hat. Das jedoch sagt wiederum was aus, wie man sagt! Denn? Ja, was denn?? Tja, der Schimpanse ist klüger als der Gorilla! So viel haben wir also bereits gelernt …

Aber: Grundsätzlich darf man nicht davon ausgehen, daß ein größeres Gehirn mehr Verstand bedeutet – es sagt nur aus, daß in einem größeren Schädel (mit kleineren Fresswerkzeugen) mehr Hirn drin sein könnte, wenn man so will. Aber man will nicht! Wollen tut man vereinheitlichte Maßstäbe … die dann besagen: Ein größeres Gehirn lässt keinerlei Rückschlüsse auf die Intelligenz seines Besitzers zu! Demnach könnte man auch rein spielerisch (versteht sich) festlegen, daß ein Mensch nicht klüger ist als ein Schimpanse und ein Schimpanse nicht klüger als ein Gorilla, der demnach dann wiederum nicht klüger wäre als ein Wolf.

Weiter fabuliert – selbstverständlich ohne etwas logisch zu Ende gedacht zu haben – könnte man den Faden weiter spinnen und meinen, der Wolf sei nun nicht intelligenter als ein Fisch, und der nicht intelligenter als ein Floh. Was soll ich sagen?! Es ist was dran! Größere Sprünge als ein Floh macht der Mensch ja auch nicht, und wenn, dann hat er geschummelt. Wenn man sich andererseits einen Termitenstaat anschaut, könnte man den Eindruck gewinnen, daß die intelligenter sind als wir, denn sie handeln insgesamt (alle Termitenhirne eines Staates zusammengenommen) logischer als wir. Das ist ja andererseits aber auch mehr Hirn.

Wir rechnen zusammen: Mehrere Millionen Termitengehirne, die alle einträchtig am Überleben aller arbeiten = ein größeres Volumen als ein einziger Mensch hat, der ja, wie wir wissen, ausschließlich in seinem eigenen Interesse handelt und dabei, wenn er mal zufällig nicht kriecht oder mitläuft, über die Leichen der anderen geht. Wie man‘s also betrachtet, es relativiert sich alles mit der Zeit. Das bedeutet wahrscheinlich: alles ist gleich klug, wenn es seiner Bestimmung, das Überleben im Universum zu gewährleisten, folgt. Und da sehen viele von uns schon wieder schlecht aus! Denn manchmal hat man sogar den Eindruck, daß die Menschen mit dem größten Hirn gar nicht überleben wollen …

Das überlassen sie z. B. lieber den Gorillas mit den großen Fresswerkzeugen, den Ameisen, den Alligatoren, die vielleicht die prozentual größten Fresswerkzeuge auf Erden haben, wenn man gewisse Tiefseefische außer Acht lässt. Denn Überleben an sich ist nicht so schwer wie es – aus der Sicht derer mit großen Hirnen und kleinen Fresswerkzeugen – aussieht. Da sind alle gleich intelligent, egal wie groß ihr Hirnkasten ist … er darf halt nur für elementare Aufgaben gebraucht werden. Bei den Tieren ist das Fressen oder gefressen werden, bei den Pflanzen, sich nach der Sonne strecken und die anderen in den Schatten stellen, und beim Menschen kommt es darauf an, wer das meiste Geld scheffelt, nicht warum und wie er das tut.

Da haben wir es doch schon wieder: Alle Gehirne sind gleich intelligent. Nur das menschliche Gehirn anscheinend nicht. Denn der Mensch benutzt es, um sich auszulöschen. Selbstverständlich kommt es in diesem Fall auch nicht darauf an wie groß sein dummes Hirn ist, mit dessen Hilfe er dieses Ziel bewerkstelligt. Es sollte halt für die Schule reichen, damit man später einen Beruf ausüben kann! Dann kann man eine Familie ernähren … oder auch nicht. Aber auch das „Oderauchnicht“ ist so irrelevant wie die Größe des Gehirns. Denn in Rechnung zu ziehen, was man mit einem echten Großhirn machen KÖNNTE, ist nicht zulässig. Und so bleibt das Gehirn des Homo Sapiens eben bis auf weiteres sekundär …

Einstein soll ja angeblich ein großes Großhirn gehabt haben, das munkeln zumindest menschenverachtende Zeitgenossen, die von der Gleichheit nicht viel halten und frech die Meinung verbreiten: Einen gewissen Rauminhalt sollte so eine Delikatesse wie das menschliche Hirn schon aufweisen können, wenn man damit etwas Sinnvolles beginnen wollte. Aber wer ist schon Einstein?! Seine Beißwerkzeuge waren, in Relation zum Schädelinhalt vernichtend gering – so, daß beinahe davon ausgegangen werden muss, daß er es mit dem persönlichen Überleben nicht so ganz einfach hatte. Gerüchte gehen sogar in die Richtung: Geldverdienen sei bei ihm, neuen Erkenntnissen gegenüber, zweitrangig, bis uninteressant gewesen!

Wer jetzt jedoch anfängt sich Sorgen zu machen, dem sei verklickert: Der liebe Gott wird’s schon richten. Er hat uns schließlich ein Großhirn gegeben, welches wir nicht unbedingt wie Flöhe benützen müssen, damit uns was juckt. ER wird DEN Weg finden, den wir gehen müssen, damit wir den Kopf nicht nur dafür aufhaben, daß es nicht in den Hals hineinregnet. IHM fällt bestimmt was Passendes ein, damit wir der Weltmisere entrinnen können, die wir mit unserem viel zu kleinen Großhirn gar nicht mehr bewältigen wollen … pardon können …? Verflixt, da war doch irgendwas, an diesen Überlegungen falsch. Was könnte das denn gewesen sein? Finde den Fehler!

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Kommentare

07. Jul 2018

Menschen wie Einstein - wollen denken,
was sich die meisten Menschen schenken.
Ich fand ihn nicht, den Fehler,
frag bitte Uwe Seeler.

LG Annelie

07. Jul 2018

Laut Krause sei das Hirn unwichtig auf der Welt -
Weil man das Bier mit HÄNDEN hält ...

LG Axel

07. Jul 2018

Vielen Dank!

(der Denkfehler der Leute ist, daß Gott uns zwar ein Großhirn gab, aber die darauf warten, daß ER unsere Probleme löst)

Ich geh jetzt mit Krause einen hinter die Binde kippen.

Euch, liebe Freunde, wünsche ich noch ein schönstes Wochenende!

Alf