Naturgesetze

von Alf Glocker
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Leute, die die Natur erforscht haben, behaupten steif und fest, es gäbe so etwas wie eine „natürliche Zuchtwahl“. Was für ein Unsinn?! Die Natur hat doch immer, ohne Ansehen der „Person“, frei gewählt, wen sie überleben ließ und wen nicht. Leistung, Köpfchen und Qualität spielten dabei überhaupt keine Rolle! Das ist ungefähr so, als hätte Gott alles erschaffen und würde nun bestimmen, daß, wer ein „gutes Herz“ hat, sich auch ausbreiten darf. Davon gehen wir jedenfalls aus, wenn wir etwas versuchen, das wir weder kennen noch können ...

Wie sollte es auch anders sein? Es kommt doch gar nicht drauf an, wie einer lebt und was er für Vorlieben pflegt. Spekulationen darüber sind reiner Humbug. Bei Überlegungen solcher Art handelt es sich um nichts weiter als ein Eindringen in Geschmacksfragen. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich (nicht) streiten – das sagt jedenfalls ein allseits bekannter Allgemeinplatz, der allein schon für unser Urteilsvermögen und unsere Weisheit spricht. Alles ist interpretierbar – das ist es!!

Seltsam dabei ist halt nur, daß sämtliche Arten ausgestorben sind, die ein für die Natur nicht besonders zuträgliches Verhalten an den Tag gelegt haben, aber das war wohl reiner Zufall. Was wir heute sehen, ist nur das Ergebnis von purer Nächstenliebe und von der Liebe Gottes zu seinen Geschöpfen. Der Rest ist Schweigen! Mag sich die Wissenschaft doch ereifern, in der Aufstellung immer neuer Thesen und Theorien, wie beispielsweise WIR zustande gekommen sind ... nichts davon ist wirklich wahr!

Und genau das müssen wir umsetzen! Nicht die Klügeren unter uns sind privilegiert, nicht die Schöneren bevorzugt, nicht die Geschickteren auserwählt, NEIN, ganz im Gegenteil: Den Schwachen muss geholfen werden, damit auch sie in der Lage sind, alle anderen zu überflügeln. Und wenn sie zehnmal nicht auf ihre Verhaltensweisen achten und wenn sie hundertmal Blödsinn machen und selbst wenn sie tausend Missetaten begehen – wir dürfen ihnen das auf keinen Fall anlasten!

Zurückziehen müssen wir: gute Pläne, klare Gesetze zum Wohl der Allgemeinheit, ästhetische Ansprüche, usw. Das Hässliche, das Gemeine, das Blöde und das Perverse muss den Vorrang haben, weil sonst Weltanschauungen zutage treten, die gefährlich sind. Und wer, von der Geburt begünstigt, auf ein Gengut verweisen kann, das innovationsfähig und zukunftsträchtig ist, der soll vor lauter Bescheidenheit und Rücksichtnahme verhungern. Notfalls muss man den ausufernden Massen derer, die verlogene Ziele und mörderische Veranlagungen haben, die Gelegenheit geben, die Bevorteilten zu erschlagen.

Das gebietet die Regel der Natur, denn eines ist sicher: Wer sich keine Gedanken machen kann, der kann sich trotzdem noch kräftig fortpflanzen. Darin liegt doch die Stärke der Schöpfung. Das müssen wir fördern! Darin liegt die Weisheit Gottes und seiner Propheten! Die Natur kann sich dem anpassen ... Sie erhöht dann einfach die Sterberate! Nur eines kann die Natur leider nicht – dafür sorgen, daß das Feine dem Groben den Vorrang gibt ... das müssen wir schon selber machen! Bravo Menschheit!

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Kommentare

18. Mär 2017

Über Geschmack lässt sich nicht streiten -
Doch ganz geschmacklos drohen Pleiten ...

LG Axel