Schöpfungen

von Frank Tegenthoff
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Ehe Erinnerungen verblassen und verstummen,
dennoch neue Worte erfinden, in fremde Sprachen entrückt
und gemeißelt in Ton - eine Unendliche und Schöpfung
aus einem Traum. Entrissen. In Purpur getaucht.
Dort brandet tosender Applaus. Wetteifert in der Arena
um eine weitere Runde. Umnachtet vom Rausch dunkler Triebe -
was auch immer kommen mag!
Du stehst im Schatten. Winde künden von Stürmen.
Dir offenbarten sich neue Klänge - hoffnungsvolle Worte von Fern.
Hast du jemals bereut? Erinnerst du dich? Der Morgen hatte sich dunklen Mächten entzogen, zerteilte den Horizont und setzte einen Graben mitten hindurch - zwischen Engeln und Teufeln.

Dein Schöpfer war nicht weit vom Tag entfernt. Er wachte und maß die Strecke - vom Start bis hin zum Ziel.
Daraufhin spürtest du eine Welle, wie sie sich zu einem Wasserfall in die Tiefe stürzte. Daraus speisen schließlich unendliche Wehen.
Sie gebären Meere, die entweiht zu seinen Füßen liegen.
Dich spült es ans sichere Land. Wiedergeboren.
Was bliebe dem Tode übrig?
Er wird nicht neues Land erobern. Er wird nicht nisten oder aus dem Leben schöpfen. Kein Hunger - reiche Ernten stehlen.
Aus hundert Kehlen werden Bäche strömen. Sie werden singen wie Zimbeln. Dein Schöpfer hat es so gewollt. Von Beginn an.
Seine eigene Schöpfung erblüht. Kündet vom Frühling. Und sterblich bliebe nur noch ein Rest vom Tau zurück!

Im Anschluss der ,, Odysseen" verfasste ich den obigen Teil als Fortsetzung. ( Hierbei handelt es sich um eine überarbeitete Version)

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