Unbedingt schöngebessert

Bild von Alf Glocker
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Vorhänge bereiten sich, zusammen mit den Wolken, auf das Ver-Hängnis vor, Stricke dämmern an Galgen den Verstrickungen der Zukunft entgegen und Autos suggerieren uns die unheile Welt. Nirgendwo versteckt sich das Irgendwo, aber auf den Plätzen platzen die Träume altgewordener Jugendlicher – dem Krieg der Sterne entgegen, die sich Lichtjahre entfernt von der Wahrheit befinden. Alle Gerechten sind eingeschlafen!

Im Lumpenschein kandelabern aber witzige Pausenclowns die Suren des Kapitalismus in eine Ära der Vermessenheit, in der Meterstäbe, Waagen und allerlei Lot auf dem Eichamt versemmelt werden. Maß und Ziel sind eine Zweckehe eingegangen. Sie haben sich das Neinwort versprochen, damit nichts mehr auf koschere Art geregelt werden kann, sondern ein Affenvolk nach dem anderen in die tieferen Weihen der, an den Haupthaaren von glatzköpfigen Aalmännern herbeigezogen werden kann. Diese Ab-Rechnung stimmt immer!

„Komm in die Welt der Allerweltssensationen und glaube an einen Gott keiner Wahl, denn die Wahlen sind entschieden und die Stimmen sind ausgezählt, wie Boxer, die sich das Falsche einfallen ließen, um keinen Sieg davonzutragen. Die Ringrichter sind sämtlich beringt, damit die Prämien, mit denen sie bestochen wurden, vom Finanzamt an den Stirnen abgelesen werden können. Überall steht „Vollpfosten“ drauf. Die Leute lachen … aber was sind schon „Leute“?!

Die Ereignisse sind nicht geeignet, von irgendwem angeeignet werden zu können! Der Turmbau zu Babel ist abgeschlossen. Das Lügengebäude ist eingestürzt – die Verwirrung hat stattgefunden, der Käse steht am Bahnhof und wartet dort auf ein Ticket nach Untersee, dorthin, wo der ganze Verpackungsmüll bereits angekommen ist. Kleine Propheten predigen die Umkehr, damit auch ihr Bankkonto wieder nach der Flüssigkeit riecht, die lebensnotwen(d)ig erscheint, aber nicht ist, wenn man 1 und 1 durcheinanderzählt. Die Köpfe schweigen!

Münder tun sich nur dann auf, wenn sie ein aufoktroyiertes Credo von sich zu geben haben, da es weltweit nach schicken Hinrichtungen stinkt – und alle wenden sich hin … in diverse Richtungen. Keiner geht mehr auf den rechten Wegen, alle suchen link, den Link, von dem sich Mehrheit jene Schaumkronen der Wirklichkeit verspricht, die immerzu nur „ab“ und „ab“ und noch einmal „ab“ plätschern, wie ein x-beliebiger Fall, der nichts zu besagen hat.

Wer anderen, oder gar sich selbst, etwas beweisen möchte, der nehme einen Spiegel zur Hand. Wenn er merkt, daß er darin schwarz geworden ist, kann er loslegen! Im Sitzen, vielleicht auch im Aufstehen, über der Buchstabenverdrehungen in Gesetzbüchern. Protestiere im rechtsfreien Raum, Dödel, oder schwängere eine Dienstmagd, damit aus ihr etwas Brauchbares für den Aufgang entstehe. Unten ist überall, nur nicht dort, wo man das Glück vermutet.

Sollte einer bemerkt haben, daß alles genau andersherum ist als man laut verspricht, daß Nachrichten Vorrichtungen aus Stacheldraht sind oder wie sehr sich das Geschwätz von der Relevanz dahinlebender Mehrzeller unterscheidet, dann ist es so weit. Das älteste Gericht hat stattgefunden! Wie zu allen alten Zeiten passiert etwas ganz Neues: Ein Tag beginnt.

Es ist der Tag der Nächte, der Umnachtung aller Tage, der Tag des Erscheinens eines Lösers, eines Lösers aller Probleme, der folgendermaßen vorgeht: „Ich verkündige Euch …“ sagt er! Was er meint, wird sogleich offenbar – man hat versucht, in der Vervielfältigung der größten Schwierigkeiten eine Er-Lösung herbeizuführen, die sagenhafte Früchtchen treibt.

Wo man hinschaut – Köpfchen, Ärmchen, Beinchen! Wo man hinhört – schreiende Münder. Aber in den Republiken wachsen die Bananen langsamer als je zuvor, weil ein Umstand der allgemeinen Entwicklung extrem hinterherhinkt: Es gibt nur noch Wüsten, und die Götter haben die Mannaproduktion eingestellt! Und daran können auch die machtlos gewordenen Frauen nichts mehr ändern. Man hat ihnen befohlen, sich hinzulegen!

Leider ändern sogar die verhangendsten Vorhänge, wie auch die verstricktesten Stricke nichts an der Untat-Sache, daß selbst die heiligsten Sprachen der Erde und die einheitlichsten Arbeitsanzüge oder die unscheinbarsten Uniformen (zu Ritterschlägen aufgebauscht) keine Herrschaftsträume verstiegener Treppenfans ins grenzenlos Positive verursachen! Denn wir sind uns in der Uneinigkeit einig … alles muss anders werden – besser aber nicht unbedingt …

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Kommentare

23. Nov 2019

Die paar Milliarden Leutchen kriegt man schon noch unter!
(Es fallen an den Kanten dann halt manche runter ...)

LG Axel

23. Nov 2019

Die Gerechten sind eingeschlafen ! - Das scheint mir auch ein wirkliches Problem zu sein, auch wenn ich mich nicht zu den
Gerechten zähle. Warum ? Gerecht zu sein ist ein hoher Anspruch. Dazu kommt, dass der Gerechte in der Welt des ja,ja bzw. nein,nein lebt. In einer Welt, die nahezu völlig durch-psychologisiert ist, gerät man nur allzu schnell auf die Rutschbahn der Widersprüche. Vielleicht irre ich mich. Dann würde ich mich darüber sehr freuen !
HG Olaf

23. Nov 2019

Nun, die Gerechten sind vielleicht jene, die es zumindest probieren wollen, welche, die ein Vielleicht überhaupt zulassen...zu den Ungerechten zähle ich, frech wie ich bin, alle, die sich kategorisch von etwas abwenden, ohne es vorher geprüft zu haben (Vergleiche usw.) Die Rutschbahn der Widersprüche könnte für uns alle bestimmt sein, denn Leben heißt sich irren. Wer sich nicht irrt, ist meiner unmaßgeblichen Meinung nach verdächtig...

Und ja, ein paar Milliardchen hin oder her, darauf kommts doch schon gar nicht mehr an... :-)))

LG Alf