Komische Wirklichkeiten (Das Prinzip der Intelligenz)

von Alf Glocker
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Wer oder was oder warum überhaupt ist jemand „intelligent“? Das zu fragen ist eine Gewissensangelegenheit und man muss sich dabei schon eingestehen, daß man dabei vorsichtig sein muss! Alle Menschen sind nämlich gleich! Sie wenden nur das Prinzip der Intelligenz ganz verschieden an. Jeder auf seine Weise.

Zunächst einmal ist natürlich der intelligent, dem es gelungen ist, sich im Urwald unserer Städte und Gesellschaften raffiniert genug (man sagt dazu „weise“) zu bewegen, daß man es nachher auch sieht – er besitzt das mittlerweile schon sprichwörtlich gewordene Haus am See!

Von ihm erwartet man, daß er die Zusammenhänge auch verstanden hat. Wäre er sonst anerkannt? Intelligent ist also der, welcher sich erfolgreich vorhandener Mittel bedient um sich welche anzuschaffen...? Wer oder was denn sonst und warum nicht, oder auch ganz einfach: logisch!

Gehen wir also diesem Prinzip auf den Grund... Sagen wir: Ein logisch denkender Mensch wird mit Situationen konfrontiert, die ihn vor Entweder-oder-Entscheidungen stellen. Will er nun anerkannt, sprich erfolgreich sein, oder nicht?! Er steht dabei oft genug vor einer Gewissensentscheidung. Tut er was „notwendig“ ist oder lässt er es bleiben?

Was passiert wenn er es tut und was passiert wenn er bleiben lässt? Einer, der das Prinzip der Intelligenz erkannt hat, wird IMMER zu seinem persönlichen Vorteil handeln, denn ohne den persönlichen Vorteil hätte er ja, mangels Anerkennung, kein Mitspracherecht. Dann würden andere, die womöglich noch dümmer sind alles entscheiden.

Darauf wird es kein Mensch, der sich für verantwortungsvoll handelnd hält, ankommen lassen – und darin liegt auch eine gewisse Intelligenz ... wenn auch eine archaische, instinktive sozusagen. Ein Mensch dagegen, der sich nun nicht gewissenhaft, sondern am Gewissen orientiert, entscheidet, wird Schwierigkeiten bekommen ...

Er muss sich vor Augen halten, daß eine Fehlentscheidung immer eine Fehlentscheidung bleibt, egal ob sie nun von ihm selbst oder von einem Urmenschen begangen wird. Und damit nimmt er sich sowohl aus der Erfolgs- wie auch aus der Verantwortungszone heraus – im schlimmsten Fall wird er Widerständler, einer der sich der Verachtung der Massen aussetzt!

Getan hat er das weil er logisch gedacht hat, nicht „intelligent“. Womit klar ersichtlich wäre, so man das möchte – daß das Prinzip der Intelligenz (zu Überleben) mit Intelligenz nicht das Geringste zu tun hat. Es hätte damit zu tun, wenn wir in der Urzeit lebten. Aber tun wir das? Wahrscheinlich – besonders wenn wir uns vor Augen halten, daß auch Vollidioten mit dem Prinzip der Intelligenz erfolgreich sein können!

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Kommentare

25. Jul 2016

In einer verrückten Welt vernünfig zu sein -
Das ist auch bekloppt! (Fiel Voltaire ein ...)

LG Axel

25. Jul 2016

Emotionale Intelligenz ist gut!
Aber das ist nicht das, was Schwarm-Intelligenz tut ...

26. Jul 2016

Ja, der Voltaire hätte heutzutage große Probleme - wie früher halt auch...

LG Alf