Ehrenamtlich engagiert - Page 148

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… Deine Tochter ist nicht spurlos verschwunden. – In unserer Stadt gibt es eine ‚Unüberfall-Bar‘-Bar, wo der Betreiber seinen Lebensunterhalt mit Menschenhandel, Sklaven-Vermittlung und Gastarbeiter-Überlassung bestreitet. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Bar-Betreiber deine Tochter mühelos finden wird.«
Schilderte ruhig und fürsorglich Christopher, und fragt sich dabei, was wohl morgen passieren wird, wenn die halbe Stadt erfährt, welche Arbeitsgebiete die Vereinigung dominiert.
»Kann er das wirklich machen? – Sag ihm: Ich werde eine große Geldsumme für meine Tochter aushändigen. Bitte … Bitte hilf mir, Christopher.«
Redete weinend und sehr verzweifelt Benjamin.
»Ja … Den Kontakt mit dem geheimnisvollen Mann herzustellen, das wird sich für mich beinahe als unmöglich erweisen. – Der Bar-Betreiber ist kein kleiner Gauner, und für ein Gespräch mit ihm muss ich alle meine nötigen Angliederungen ausnutzen.«
Verkündete fürsorglich Christopher.
»Bitte hilf mir, Christopher …«
Sagte Benjamin.
»Wenn ich von dir die drei Zementsäcke und zwei Schaufeln bekomme, werde ich meine Beziehungen nur für dich spielen lassen und im Nachhinein deine Tochter finden.«
Äußerte Christopher sich dazu.
»Alles, Christopher … Ich besorge dir alles, was du brauchst. Soll ich den Bau-Bagger vielleicht auch mitnehmen?«
Fragte weinend und irgendwie erfreut Benjamin.
»Nein, ist nicht vonnöten. – Nur drei Zementsäcke und zwei Schaufeln werden vollkommen für meine Such-Leistung ausreichen.«
Antwortete Christopher.
»Gut! – Ich werde im jetzigen Augenblick mit einer Metallsäge den Zaun aufschneiden, damit die Polizei mich nicht als Verdächtigen einstuft. Dann werde ich mir selbst aufs Auge hauen, um der Polizei vorweisen zu können, dass die Diebe mich körperlich überwältigt haben. Anschließend werde ich mit dem Bau-Bagger das Material-Lager aufbrechen und daraus die benötigten Sachen für dich entwenden.«
Erzählte Benjamin.
»Deine Planschilderung hatte leider ein paar Logikfehler. – Erst wenn ich die Sachen von dir bekommen habe, darfst du dich vorläufig selbst verletzen. Und bevor die Polizei darüber informiert wird, solltest du sämtliche Fingerabdrücke sorgfältig abwischen. Auch musst du dir eine ausführliche Personenbeschreibung für die Diebe ausdenken. Sag der Polizei: Die Diebe hatten ein südländisches Aussehen und trugen alle schwarze Jacken.«
Schlug Christopher vor.
»Ich werde das so umsetzen, wie du es mir empfohlen hast. Danke für den Tipp und für meine Tochter! – Wohin soll ich die wichtigen Sachen liefern? Hast du Platz in deinem Matratzenladen?«
Erkundigte sich Benjamin, der wohl früher Christophers Kunde war.
»Die Bausachen werde ich im ‚Urin-Bad‘-Schwimmbad erst in zwei Stunden brauchen können. Das Eingangstor wird für deine Ankunft offen bleiben. Sollte ich vor dem großen Schwimmbecken nicht anwesend sein, werf einfach die drei Zementsäcke in den Pool rein. – Die zwei Schaufeln kannst du irgendwo liegenlassen.«
Schilderte deutlich Christopher, und fragt sich selbst ausführlich: wieso niemand ihn befragt, wofür die benötigten Gegenstände in Gebrauch genommen werden sollen.
»Ich hab alles verstanden! In zwei Stunden werde ich im Schwimmbad erscheinen! Danke, Christopher!«
Verkündete Benjamin.
»Nein, ich habe zu danken. – Falls wir uns nie mehr sehen werden, möchte ich dir hiermit verkünden, dass du ein guter Mensch bist.«
Redete sehr nachdenklich Christopher.
»Was meinst du damit: falls wir uns nie mehr sehen werden? – Steckst du in Schwierigkeiten, Christopher? Hast du Geld-Schulden? Brauchst du deswegen die Sachen von mir?«
Fragte ebenfalls fürsorglich Benjamin.
»Nein, nein! Alles ist gut! – Ich fahre gerade mit 200 Sachen durch die Stadt. Wer weiß, was auf dem Weg passieren kann!«
Antwortete lachend und leicht deprimiert Christopher, weil eine Wahrheit unter Notlügen bitterlich leiden kann.
»Pass gut auf! – Und wir sehen uns in zwei Stunden im Schwimmbad!«
Sprach wohlwollend und einnehmend ein Baustellen-Wächter namens Benjamin, der tatsächlich eine zunehmende Hilfe benötigt, die bezugnehmend auf seiner sehnende Angelegenheit seine vermisste Tochter dank Christophers Beziehungen zurückbringen sollte, und rüberbringend für seine eigene Annehmlichkeit unternimmt Christopher erneut das Handy-Betatschen, welches in ratschendem Tempo das nächste und heiß erwartete Telefongespräch gestaltet.
»Guten Abend … Wer ruft mich um diese späte Uhrzeit denn an?«
Erkundigte sich ausfallend ein Herr am anderen Ende der Leitung.
»Guten Abend, Bartosch. – Hier ist Christopher Tageszeit. Bist du gerade am Schlafen?«
Fragte angenehm Christopher.
»Ich schlafe immer noch … Meine Stimme ist nur wach geworden. – Was kann ich für dich tun, Christopher Tageszeit, der mich um diese später Tagesuhrzeit anruft?«
Beschrieb ein Herr namens Bartosch.
»Hahaha! – Bartosch, als Tierheim-Mitarbeiter wäre es für dich selbstredend leicht, für mich ein paar Goldfische besorgen zu können?«
Schilderte lachend Christopher.
»Was, Goldfische … Stehen die nicht unter Naturschutz?«
Redete Bartosch, der ohnehin am Schlafen ist.
»Ist mir nicht bekannt … Ein Delfin wäre eventuell für meine Situation einsetzbar.«
Schlug Christopher vor.
»Delfine … Werde ich nicht haben. – Wozu brauchst du einen Delfin, Christopher?«
Erkundigte sich Bartosch, der so langsam wach wird.
»Dann einen Rotlachs, Hecht oder Guppy.«
Sagte nachdenklich Christopher, der beim Reden sein Allgemeinwissen abgefragt hat.
»Werde ich auch nicht haben … Christopher, sag mir, was genau du von mir brauchst.«
Äußerte ein Tierheim-Mitarbeiter sich dazu.
»Ich brauche irgendwelche Meerwasserfische. – Kannst du für mich ein oder zwei Fische besorgen?«
Sprach Christopher.
»Ich werde keine Fische im Tierheim für dich auftreiben können. – Ein China-Restaurant hat genau gestern sämtliche Meerestiere von mir für sehr viel Geld abgekauft. Wie die Schlitzaugen mir sagten – Upps, ich meine: Wie die Chinesen mir sagten, wollen sie in ihrem Restaurant ein Aquarium aufstellen, um damit die Gäste beeindrucken zu können. Doch ich gehe fest davon aus, dass sie aus den gekauften Meerestieren ihre Sushi-Rollen herstellen werden. – Sushi ist so eine Art traditionelles Essen für die Schlitzaugen, die rohes Fleisch mit Reis essen, und es dann …«
Erzählte Bartosch, der beim Reden von Christopher unterbrochen wird.
»Danke für die nette Aufklärung, Bartosch. Ich weiß, was Sushi ist. – Welche Tiere hast du im Heim?«
Fragte Christopher.
»Katzen, Hunde, Ratten, Mäuse, Hamster und einen sprechenden Papagei! – Christopher, was ist los? Wieso brauchst du Meerestiere? Was hast du mit denen vor?«
Antwortete Bartosch mit drei Fragen.
»Ja! – Den sprechenden Papagei kann ich gut gebrauchen! Kannst du ihn mir schenken?«
Sagte Christopher.
»Was, nein. – Der sprechende Papagei kann viele verständliche Sätze aussprechen. Er ist sehr außergewöhnlich und ziemlich klug und kann deutlich per Sprache verkünden, was er von den Menschen haben will. Auch viele englische Lieder kennt er auswenig. – Christopher, was ist los? Wieso brauchst du Tiere, und was willst du mit denen anstellen? Dir ist hoffentlich bekannt, was Tierquälerei bedeutet?«
Befragte

Lektor: Axel C. Englert

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