Erweckung

Bild von Ekkehart Mittelberg
Mitglied

Eine Nachtigall hatte herzergreifend gesungen und ruhte sich auf
einem Stein im Bach aus, um sich zu erfrischen.
Da klagte der unscheinbare Stein: „Königin der Sängerinnen, dich
rühmen alle. Doch niemand beachtet unsereins.“ Die Nachtigall
tröstete den Stein und sprach: „Auch dir wird ein Liebhaber
begegnen, der das rechte Wort für dich findet:
'Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Trifft dich erst das Zauberwort.'“ *
* frei nach Joseph von Eichendorff: Wünschelrute, erschienen1838

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Interne Verweise

Kommentare

28. Jan 2021

Der hysterische Kiesel

Ein Kiesel
Saß inmitten Bachgeriesel
(Ganz OHNE Wiesel!)

Bloß wieso –
War er solo?

War schwer VERStimmt:
Auf mir hockt kein solches Vieh!
Bin doch zutiefst ergrimmt!
ICH saß noch auf Wieseln nie …

(Herr Morgenstern gern reimen hatte:
Sein Wiesel war die reinste Ratte!
Auch ein Stein ist nicht von Stein!
Will kein Wiesel-Sitzplatz sein …)

LG Axel

29. Jan 2021

Das Zauberwort entmachtet Grenzen.
Lässt sprießen aus dem Wesenskern
Aus unsrer Träume, Lieder, Tänze
Das Schöne, Leichte, was nie fern.

 

30. Jan 2021

Doch wenn Dich berührt ein Zauber,
sei's Gesang der Nachtigall,
überkommt so mancher Schauer,
selbst des Nachts - auf jeden Fall! ;-)

Mit lieben augenzwinkernden Grüßen,
Uschi

31. Jan 2021

Merci, Uschi, wir Poeten sollten versuchen für den Zauber der Nachtigall und aller Dinge offen zu sein.
Liebe Grüße
Ekki