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Gute Freunde

Bild von Anita Zöhrer
Bibliothek

Ich bin vergeben, doch ich verschweige es dir. Es gibt auch keinen Grund, es dir zu erzählen, wir sind ja nur Freunde. Gute Freunde. Sehr gute Freunde sogar.

Und wie es unter besten Freunden so üblich ist, gehen wir etwas trinken. Alkohol macht ehrlich, darum lasse ich die Finger davon. Das hätte mir gerade noch gefehlt, dass ich dir die Wahrheit über mich erzähle.

Du nimmst einen Zug von deiner Zigarette und bläst mir, ohne es zu merken, den Rauch ins Gesicht. Ich huste. Ob ich krank sei, fragst du mich mit einem Grinsen, ich kann es nur bejahen.

Eine Freundin kommt vorbei. Küsschen links, Küsschen rechts – am liebsten hätte ich die aufgetakelte Kuh erwürgt. Was zum Geier hat sie hier verloren? Sie stört. Wie dumm kann man sein, um das nicht zu merken?

Einer nach dem anderen stößt zu uns – mir reicht es. So viel an Dämlichkeit hätte ich ihnen allesamt nicht zugetraut. Mit dir allein möchte ich sein. Erst recht, als auch noch mein Freund daherkommt.

Dass ihr beide euch kennt, bringt mich in eine verzwickte Lage. Aber was soll’s. Es ist, wie es ist. Ich bitte dich, mir zu folgen.

Gedrängt vom Reiz der Gefahr, entdeckt zu werden, rede ich nicht lange um den heißen Brei herum. Dass ich mich in dich verliebt habe, daraus mache ich kein Geheimnis mehr. Du lachst über mich, hältst es für einen Scherz. Ein Kuss genügt, um dir das Gegenteil zu beweisen.
ehrlich, darum lasse ich die Finger davon. Das hätte mir gerade noch gefehlt, dass ich dir die Wahrheit über mich erzähle.

Du nimmst einen Zug von deiner Zigarette und bläst mir, ohne es zu merken, den Rauch ins Gesicht. Ich huste. Ob ich krank sei, fragst du mich mit einem Grinsen, ich kann es nur bejahen.

Eine Freundin kommt vorbei. Küsschen links, Küsschen rechts – am liebsten hätte ich die aufgetakelte Kuh erwürgt. Was zum Geier hat sie hier verloren? Sie stört. Wie dumm kann man sein, um das nicht zu merken?

Einer nach dem anderen stößt zu uns – mir reicht es. So viel an Dämlichkeit hätte ich ihnen allesamt nicht zugetraut. Mit dir allein möchte ich sein. Erst recht, als auch noch mein Freund daherkommt.

Dass ihr beide euch kennt, bringt mich in eine verzwickte Lage. Aber was soll’s. Es ist, wie es ist. Ich bitte dich, mir zu folgen.

Gedrängt vom Reiz der Gefahr, entdeckt zu werden, rede ich nicht lange um den heißen Brei herum. Dass ich mich in dich verliebt habe, daraus mache ich kein Geheimnis mehr. Du lachst über mich, hältst es für einen Scherz. Ein Kuss genügt, um dir das Gegenteil zu beweisen.

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