Emanzipation

von ulli nass
Mitglied

Wirklich emanzipiert ist in letzter Konsequenz nur der überzeugte Atheist.

Ich kann die Behauptung reflektierend hin und her wenden, sie erscheint mir
inzwischen als nicht zu widerlegende Wahrheit.

Interne Verweise

Kommentare

02. Apr 2018

Es gibt heuchlerische Christen und heuchlerische Atheisten, letztendlich kommt es doch auf den Charakter des Menschen an, lieber Uli. Und weshalb sollten Gläubige nicht emanzipiert sein? Ich habe Bücher, Biografien von Wissenschaftlern gelesen, die das letzte Wort einer Gottheit überließen, weil sie sich nicht in mehr oder weniger unsinnigen Hypothesen ergehen wollten; diese hochintelligten Autoren machten auf mich allerdings einen überaus emanzipierten Eindruck.

LG Annelie

02. Apr 2018

das ist eine Frage des Verständnisses des Begriffes, seiner Semantik, müsst man genauer sagen, liebe Annelie.Mit Intelligenz ?
und persönlicher Entscheidung hat das aus meiner Sicht überhaupt nichts zu tun.
Eher im Sinne von Satre und Camus und von mir aus ulli nass : wirkliche Autonomie, letztlich fast ein Synonym für
wirkliche Emanzipation, kann es nicht geben in Einklang mit einer wie auch immer zu nennenden höheren
Entität.Das wäre ein logischer Widerspruch.
Analog dazu : nie kann der Bezug auf einen Gott dem Leben wirklichen Sinn verleihen.Das muss schon jeder selbst tun.
Abgeleiteter Sinn ist stets Pseudosinn. ( Julian Baggini " Der Sinn des Lebens " / ein kluger jüngerer Philosoph.Er schreibt
überaus verständlich )
lG und schönen Ostermontag
ulli
All You Need Is Love

09. Apr 2018

Die Philosophie der "Neuen Atheisten" ist radikal und intolerant, also auch nicht besser als viele Religionen mit Alleinvertretungsanspruch, wenn man hingegen die Aufklärung in sein Denken integriert, ist man nicht in Gefahr, Glaubensfanatiker zu werden ... diese Version ziehe ich für mich vor, Ulli

Marie

02. Apr 2018

ne Marie.Jeder wie er will,von mir aus.ich bin ein Kind
der Aufklärung.Aber bei philosophischen Themen
bin ich leider sehr anspruchsvoll.Ich kann nix dafür,sorry.
Ich leide auch noch ein wenig darunter, dass ich Atheist
geworden bin.Es lag nicht in meiner Macht . . . es zu
verhindern.
Ich werde versuchen, nicht mehr zu philosophisch
zu schreiben.Es wird zu oft miß- oder gar nicht verstanden.
Jeder darf, und dafür trete ich ein, seine eigene Lebensphilosophie haben.
Aber ich habe nun langsam auch verstanden, das die meisten Menschen
sich nicht wirklich mit den Werken der wichtigen Philosophen auseinandergesetzt
haben.Das macht überhaupt nix und ich erwarte das auch nicht.
Aber mich ermüden zunehmend Diskussionen, die ich gar nicht führen mag
und die ich mit manchen aufgeklärten Freunden/innen auch nicht führen musste.ur
Klingt arrogant, ist es aber nicht. So ist es einfach.Schmerz.
Mein Vater war Schreiner,bin Arbeiterkind und ich unterscheide nicht nach Herkunft und
akademischer Bildung.
Eine der Erkenntnisse meines Lebens : philosophische Einsichtsfähigkeit ist eher
korreliert mit der Persönlichkeit als mit Intelligenz? ,Klugheit ? oder Bildung ? !
Ein Talent . . . so ähnlich wie Sprachbegabung,oder Musikalität.
und nun werde ich besser dazu schweigen
bis dann, irgendwann
zwei unverfängliche Reime folgen noch
dann mache ich eine Pause
Love&Peace
ulli

02. Apr 2018

Lieber Ulli, weshalb bist Du "nur" Arbeiterkind, weil Dein Vater Schreiner war. Ich habe in meinem Leben feststellen müssen, dass es, z.B., auch Schreiner gibt, die intelligenter und einfühlsamer als manche ÄrztInnen sind. Und was heißt schon Phliosophen? Da möchte ich auf den Schriftsteller Thomas Bernhard verweisen, ein Genie mit Verstand, den er allerdings Schopenhauer in vielen Bereichen zu Recht abgesprochen hat. Intelligenz, gepaart mit Empathie und Verständnis, ist immer noch das Beste, das einem im Leben begegnen kann. Und meiner Meinung nach schließt wahre Intelligenz (fanatischen) Atheismus aus. Es sind ja Erfahrungswerte, die den Menschen letztendlich prägen. Möglicherweise rührt daher Dein Atheismus. Es gibt noch Zeichen und Wunder - selbst, wenn diese "nur" in der Natur eines Menschen liegen, der einen durch eine besonders gute Tat überrascht. Es gibt Zeichen aus einer anderen Sphäre, die wohl nur wirklich Leidende und sehr Empfindsame als solche erfahren; damit meine ich keinen Okkultismus, der für mich schon wieder eine Verallgemeinerung bedeutet, die nichts mit Glauben zu tun hat.

Liebe Grüße,
Annelie

02. Apr 2018

Lieber Ulli, ich bin, wenn, dann eine zweifelnde Christin, die den Kreationismus völlig ablehnt. Und ich melde mich ein letztes Mal zu diesem Thema mit (m)einem "Elfchen", das hier passt:

Toleranz:.
Ein Christ
Und ein Atheist
Teilen Tisch und Bett.
Respekt.

LG Marie

09. Apr 2018

ICH BIN AUCH EIN KIND DER AUFKLÄRUNG UND BEI PHILOSOPHISCHEN THEMEN ANSPRUCHSVOLL. Aber Philosophieren heißt ja, über das Leben nachdenken, das kann man auch mit einfachen Denkmustern. Jeder Mensch, unabhängig von seiner Bildung, kann ein Philisoph sein. Das wollte ich noch nachtragen. Was Weltanschauung oder Religion angeht, kommt es vor allem auf ein hohes Maß an Toleranz an. NIEMAND kann für sich beanspruchen, die WAHRHEIT gepachtet zu haben.

LG Marie

09. Apr 2018

ist das durchgerutscht bei der Lektüre meiner Antwort ? Kann ja passieren.

"Mein Vater war Schreiner,bin Arbeiterkind und ich unterscheide nicht nach Herkunft und
akademischer Bildung.
Eine der Erkenntnisse meines Lebens : philosophische Einsichtsfähigkeit ist eher
korreliert mit der Persönlichkeit als mit Intelligenz? ,Klugheit ? oder Bildung ? !
Ein Talent . . . so ähnlich wie Sprachbegabung,oder Musikalität.

02. Apr 2018

Lieber Ulli, Du komplizierst die Sache ganz ungemein, dadurch wird sie aber nicht besser. Der Bezug auf Gott kann dem Leben tatsächlich einen Sinn verleihen - sofern man ein Leben als Christ im Sinne Jesu führen will. Im würde nie dem Leben einer Nonne, eines Mönchs den Sinn ihres Lebens absprechen. Das wäre Hochmut - hoch unendlich. Die Version von Marie ist in der Tat hervorragend.

Liebe Grüße,
Annelie

02. Apr 2018

Mit Deiner These zur wahren Emanzipation stimme ich überein. Und auch Deine ergänzenden Gedanken kann ich nachvollziehen. Sich von alledem als ehemals gläubiger Mensch zu distanzieren, ist mitunter schmerzhaft und langwierig. Jedoch eröffnet sich eine neue Art von Glück. Leben und leben lassen - meine Devise.
LG Monika

05. Apr 2018

Liebe Monika. Da hast Du meiner Meinung nach etwas sehr Interessantes zu dieser Diskussion beigesteuert. Aber weshalb sollte ein gläubiger Mensch nicht tolerant sein? - Es ist wahrscheinlich wahr, dass, wenn man in der Kindheit einmal zum Beten angeleitet wurde, man sich eher einen Glauben bewahrt, als wenn man auf diese Thematik erst im Religionsunterricht aufmerksam wird. Ich persönlich glaube nicht, dass z.B. ein Christ intoleranter sein muss als ein Atheist, wenn man diese Religionskriege einmal beiseite lässt. Intoleranz ist meines Erachtens allein eine Frage des Charakters, der persönlichen Entwicklung. Was auch immer: Irgendjemand hat diesen Jesus zumindest erdacht ... möglicherweise Jesus selber ... jemand, der auf Erden etwas erkannt zu haben glaubte, jemand, dessen Friedensbotschaft an die Menschheit keinesfalls außer acht gelassen werden darf ... jemand der neue, bessere Menschen schaffen wollte ...?
Ich würde mich freuen, würdest Du mir antworten ... Ich lege großen Wert auf Deine Meinung. Ullis Spruch besagt doch im Grund nicht anderes als: Glaube engt ein! Befreit euch! - Das ist meiner Meinung nach falsch und trifft möglicherweise auf einen unkorrekt ausgelegten Glauben zu. Meines Erachtens sollte Glaube befreien - der richtige Glaube im Sinne des Messias' kann doch nur befreiend wirken, sowohl auf den Einzelnen, als auch auf die gesamt Menschheit.

Liebe Grüße,
Annelie

05. Apr 2018

Liebe Annelie,
es würde hier den Rahmen sprengen, wenn ich meinen Weg zur Freidenkenden darlegen würde. Ich kann mich mit der Vermenschlichung eines Gottes, bevorzugt als Geschlechtswesen, nicht mehr anfreunden. Ich schätze die Größe dieser Kraft - von uns Gott benannt - als unvorstellbar ein. Und so kann ich an all die von Menschen kreierten Götter nicht mehr glauben und respektiere allerdings jeden, der sein Gottesbild, das ihm guttut, in sich bewahrt, ohne jedoch andere zu missionieren, sie herabzusetzten, zu verletzen, zu entwürdigen, zu versklaven, schlimmstenfalls zu töten...
Ich komme aus einem gläubigen Haus: Onkel war Priester und Missionar, Großtanten fungierten als Nonnen etc. Die Eltern waren großzügig und tolerant. Das nur nebenbei.
Fakt ist: Ich fühle mich befreit und froh. Dir wünsche ich Seelenfrieden und Freude.

LG Monika

02. Apr 2018

Danke Monika, Marie . . .
da ich den Austausch initiiert habe, ziehe ich noch mein persönliches Résumé.
Lasst uns auf die überbrückende Kraft der Liebe vertrauen und an das Gute im Menschen weiterhin
gemeinsam glauben.Ich tue das mit Überzeugung.

Teilen wir diese Glauben, dann ist das in diesem Leben schon fast mehr,als man erwarten kann.

Gemeinsames philosophieren bedarf wahrscheinlich einer gemeinsamen Vorbereitung und
einer Klärung der schon existierenden Ausgangsstandpunkte.
Startet man auf ungeklärtem Terrain, können sich zu leicht Irritationen
und und nicht beabsichtige Mißverständnise ergeben.

Die wollte ich nicht bewirken.

Habe verstanden und etwas gelernt.
Ein mühsamer, langsamer Prozess, das Lernen.
Schließe mit den Beatles :
. . . and in the End the Love you take is equal to the Love you make . .. !?

lG
ulli

02. Apr 2018

Emanzipiert euch von der gedanklichen Sklaverei, keiner außer wir selbst, können unseren Verstand befreien. (Bob Marley)

Kann mich nicht enthalten: Welch interessante Diskussion über das kleingroße Adjektiv emanzipiert, das doch schon von so vielen für eigene Zwecke unpassend missbraucht worden ist, um nämlich eben nicht, was es beinhaltet, zur Freiheit sich zu führen, wie auch immer diese für jeden gestaltet sein mag, ist ja auch eine persönliche Ansicht, sondern eben zu neuen Zwängen...

Ich finde Kant ist hier immer wieder interessant: "Freiheit ist die Eigenschaft der Wesen, bei denen das Bewußtsein einer Regel der Grund der Handlungen ist." - Ob diese Regel nun religiöser Prägung ist (oder nicht), entscheidend für Kant ist, wie ja jeder weiß: "Handle nur nach derjenigen Maxime, von der du zugleich wollen kannst, dass Sie ein allgemeines Gesetz werde". Um ein solches handelt es sich im religiösen Fall eben auch (Kants Kritik der reinen Vernunft, Bd. 3) -und so bleibt dieser philosophische Aphorismus in meinen Augen weiterhin sehr diskussionswürdig und spannend . . .

LG - Yvonne

02. Apr 2018

Liebe Yvonne,

mein letzter Kommentar . . . das waren doch zwei zur Versöhnung ausgestreckte Hände.
Aus meiner Sicht.
Auch mein Bedauern, diese nicht wirkliche erfolgreich Diskussion quasi 'angezettelt' zu haben,
habe ich noch einmal aufgegriffen und begründet.
Jetzt noch Kant einzuführen, es steht Dir vollkommen frei.Für mein Empfinden waren wir
allerdings 'durch'.
Du weißt doch, dass 'Der kategorische Imperativ ' sehr umstritten ist. Ich war z.B. tendenziell immer
auf der Seite Schopenhauers.Aber da sind ja noch Hegel,Adorno, Habermas etc.
Ich verspüre ehrlich wenig Motivation, weiter darüber zu diskutieren.
Meine Definition von Emanzipation lehnt sich übrigens eher an Sartre und Camus.Letzteren mag ich besonders
wegen seiner Theorie des Absurden, die leider oft mißverstanden wird.
Iris Radisch hat einmal ein unvergleichliches Plädoyer dazu vorgetragen, in Sternstunden der Philosophie auf Arte.
Und sie hat auch ein lesenswertes Buch über Camus vorgelegt. Usw, etc, . . .
Das Buch von Kurt Flasch " Kampflätze der Philosophie " hat mich beeindruckt. So kam ich zum unseligen Luther,hi hi.
Und als Neurophilosooh ist T. Metzinger einer meiner Heroes.Die beste Publikation bisher zur Problematik Geist/Materie
ist für mich allerdings bis heute Edelman/ Tononi " Wie aus Materie Geist wird " .
Es gibt eine lange Liste von Wissenschaftlern und Philosophen die zu meinem Denken beigetragen haben.
Wobei ich Literatur in diesem Zusammenhang für nahezu gleichwertig bedeutsam halte.
und nun ist von meiner Seite gut

Ich werde mir eine Auszeit nehmen.

LG
und alles Gute
ulli

03. Apr 2018

Liebe Yvonne,

Du hast keinen Grund, Dich zu entschuldigen.Ich muss zugeben,ich war ein wenig gereizt.Einerseits provoziere
und diskutiere ich gerne ( hin und wieder) ,bin aber dann doch ungerechterweise frustiert, wenn die Reaktionen gar
nicht meinen Erwartungen entsprechen. Das Medium, auf dem wir aktiv sind, ermöglicht keine wirklich tiefer gehenden
Diskussionen.Da war ich wieder mal blöd.
Ich war halt in den letzten Wochen wieder auf meinem 'atheistischen Tripp' und bin mir jetzt ganz sicher,
dass es kein zurück mehr gibt. Irgendwie schade.. Schopenhauer hat das mal gut beschrieben : Religion ist eine
Infektionskrankheit, die nicht heilbar ist, wenn sie sehr früh erfolgt ( Applaus Arthur )
Alles fing wohl in den 60igern mit Freud an.Die Liste derer die folgten,ist lang.Im letzten Jahr dann sehr spät noch
Dawkins und vor ein paar Monaten B. Russell " Warum ich kein Christ bin " mit einer überraschend scharfen Kritik
an der Moral von Jesus.Ich teile sie nun. Davor musste ich " de servo arbitrio " lesen, wegen des Lutherjahres und
der vielen Würdingen . ..
Käsmann und sogar prof. Lesch. Dicker Hals bei mir.Geht nicht.
das neueste Thema ist jetzt "Jesus". Der Spiegel, Petra Gerster mit einem Special. Die Erkenntnisse der Archäologen bleiben dünn.
Und die Diskussionen von Augustinus bis Luther zu Glaubensinhalten sind gut dokumentiert. ( s. Kurt Flasch etc )
Habe ja schon in meinen Antworten einiges erwähnt.
Mein wirkliches Hobby der letzten Jahrzehnte waren die Neurowissenenchaften. Freier Wille,Bewusstsein, Dualismus.
Damasio, Kandl, Singer, Ramachandran,Koch,Dennet,,Metzinger,Pauen Roth,Spitzer, Tononi, Libet, Popper/Eccles . . .
hab sie alle durch und bin nicht klüger als vorher. ..
nur das eigene Denken und die Art zu reden, das verändert sich.Cave ! Ich kämpfe sehr darum, mich nicht von
meinem geliebten Umfeld zu entfremden.Es ist eine reale Gefahr, weil nur wenige Menschen diese Leudenschaften
teilen.
Muss jetzt schließen Yvonne. Und . . . ich bin immer noch ein dummer Junge mit 66 Jahren.Alter Beat(les) Musiker.Hihi,
also mir im Wesen immer weitgehend immer treu geblieben . . .
bis bald mal
I Am Not A Poet
ulli
ach so " wie aus Materie Geist wird" ist wohl nicht mehr im Handel !? Edelman hat mal nen Nobelpreis bekommen
für immunologische Forschung . Zur Zeit " Die letzte Stunde der Wahrheit" von A. Nassehi .Harte Kost, aber nich schlecht.

03. Apr 2018

Sorry,
das sollte eigentlich privat an Yvonne.
Peinlich, aber auch egal.
Und nun bin ich erst mal weg.
liebe Grüsse an alle Lieben
ulli

Ulrich Nass
09. Apr 2018

Sitze gerade im Ehrenamt gerade bei der Stadt Giessen am Empfang. Da bleibt hin und wieder ein wenig Zeit zwischendurch.
Liebe Marie,
mir gefällt unser Austausch leider gar nicht mehr.Er tut mir noch weh.Ich besitze (leider) eine sensible Natur.Ja doch.
Musiker und so . . .
Ich bin nicht wissenschaftsgläubig, nur das was erkannt ist, das sollte akzeptiert werden.Ich habe großen Spass daran die Grenzen unseres heutigen Wissens immer wieder neu abzustecken.Dabei erfolg die Expansion des Wissens leider auch mir zu schnell.
Da kann man nix machen und . . . ein Trost, es bleiben genügend Fragen offen.
Glaubensfragen kann jeder für sich entscheiden.
Ich habe mich sehr bemüht,liebevoll zu schreiben und meine Positionen immer auch zu relativieren.Siehe oben, den in Teilen guten Austausch von unterschiedlichen Standpunkten.Der Zweifel,auch an mir selbst, ist mein höchstes Lebensprinzip.Das macht das Leben nicht unbedingt leicht,korreliert er doch auch mit mangelndem Selbstbewusstsein,für das ich ich aber nicht mehr schäme. Es ist OK.
Auf den Dichterseiten hätte ich mir mehr Offenheit für kritisches Denken und die Bereitschaft für das Hinterfragen derjenigen Gewissheiten erhofft,die nicht mehr überzeugen. Das Projekt Aufklärung halt. ( Sapere aude ! De omnibus dubitandum est ! )
Bin jetzt müde und auch ein wenig traurig.
Als Mensch, der Ängste gut kennt, hatte ich zum Glück nie Angst davor,Platons Höhle zu verlassen ! Auch fand ich ein bischen Provokation immer legitim.Sollte ich da eine Grenze verletzt habe, ich bedaure es. Mea culpa.

ulli

09. Apr 2018

Lasst uns auf die überbrückende Kraft der Liebe vertrauen und an das Gute im Menschen weiterhin" - das sind ANNELIES (gute) Worte, daran halte ich mich, verletzen und traurig machen will hier niemand irgend Jemanden, einfach miteinander reden ... ist so viel besser als zu schweigen ... weil es immer etwas KLÄRT. Lass den Kopf nicht hängen ... schraub deine Anforderungen etwas runter, auch an dich, und, ja, "Sapere aude ! De omnibus dubitandum est" - unbedingt. Und von CULPA kann schon gar nicht die Rede sein. Sehr ehrenwert auch, dass du ein Ehrenamt ausübst, Respekt. Insgesamt aber habe ich nicht den Eindruck, dass du bereit wärst, deine Meinung hinterfragen zu lassen, sie scneint fest zementiert. Nur so aber entstehen DIA-loge, an denen man WACHSEN kann. Übrigens habe ich, angeregt von diesen Gesprächen einen Spruch über "Brücken bauen", eingestellt.

LG Marie