Schach!

von Ralf Risse
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Schwalben zerschneiden einander
die dicke, die ahnende Enge.
Ducken sich tief und oben mächtig
ein Himmel, nein zwei -
des Ärgers trächtig,
eröffnen die schwüle Partie . . .

Finalstes Mal will die Mutter schlichten,
gleisende Fächerfragmente . . . doch -
Schwarz hält im Osten
knapp hängend die Stellung,
weißgrau schickt der Westen
wolkwallende Schwellung.
Es regnet bereits erste Bauern . . .

Schach!

Getrieben von eben entbundener Bö
Schwalben ihr Gehwerk entdecken.
Hell zischt jetzt die Faust
der erzürnten Götter,
so schnell nichts geschlagen
Ihr - meine Wetter!
Zwei Eisläufer tauen im Kampf . . .

Schach!

Paroli - dem Gegner ha hellster Hieb
in Flanken aus Wasserdunst.
Weiß scheint einen Zug
durch die Reihen gefunden,
entfesselt die Kuppel
in zwei Sekunden . . .
Die Dame blitzt spannend ins Rund . . .

Schach!

Im Strudel der Drücke, verwobener Donner,
kein Millibar hälts auf den Stühlen . . .
Von Ohnmacht begleitet
das Tief sich wehrt
und Fluten aus Wasser
geleiten sein Schwert . . .
Ein sterbender König begreift . . .

Matt!

Am Morgen ist alles Geschichte
und zeigte doch soviel Wichte.

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