Zwickmühle

von Willi Grigor
Mitglied

Mein Onkel hat es mich gelehrt:
"Wer Fragen stellt, kommt schnell ans Ziel."
Mein Enkelkind hat jetzt erklärt:
"Wer zu oft fragt, der weiß nicht viel!"

Ich sitze nun in einer Mühle,
die mich von beiden Seiten zwickt.
In meiner Brust ich Zweifel fühle:
Ich frage gern. Ob sich das schickt?

© Willi Grigor, 2015
Aus dem Leben

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Kommentare

05. Aug 2016

Wer Fragen gut stellt, der erhält -
Gern Antwort, die oft gar erhellt ...

LG Axel

05. Aug 2016

Dazu sei mir eine kleine Anekdote anzubringen gestattet, welche auch zeigt, dass man alles so oder so sehen kann:
Mich besuchte einst ein Schüler meiner damaligen 3. Klasse, um sich in meinem Arbeitszimmer mein Terrarium anzusehen. Dabei viel sein Blick auf meine Bücherregale. "Mei, muaßt Du g'scheit sei," sagte er, "weil Du sovui Büacher hast." "Nein," klärte ich ihn auf, "ich bin dumm, denn wenn ich all das, was in den Büchern steht, im Kopf hätte, bräuchte ich sie nicht!"
Liebe Grüße Alfred

06. Aug 2016

Ein Witz, komprimiert erzählt, spricht von Folgendem:
Vater und Sohn gehen spazieren, der Sohn stellt dem Vater unablässig Fragen nach diesem und jenem. Jedes Mal antwortet der Vater: "Weiß ich nicht." Das Fragen geht weiter. Nach einer langen Pause entschuldigt sich der Sohn, dass er so viele Fragen gestellt hat, was dem Vater die Antwort abnötigt: "Frag nur, Sohn, wie sollst du denn sonst alles lernen!"