DIE NACHT

von Thomas Brod
Mitglied

Sie zeigt sich heut mal kühl, – umarmt mich aus der Ferne.
Ihr Kleid aus schwarzem Samt, – wohl ihre schönste Tracht,
ist alt und doch modern – schon immer nächtlich’ Pracht
und wirkt ganz still und leis. – Wer mag die Nacht nicht gerne?

Wenn scheint der Mond dazu – und funkeln tausend Sterne,
trägt Nacht Paillettenkleid, – das passt zur Himmelsmacht
die schenkt mir Träume nun. – Ich fühl mich reich bedacht,
lieg unterm Himmelszelt – und lösch jetzt die Laterne.

Die Nacht, sie führt zur Ruh – die Dunkelheit verschlingt
mich Träumer ganz geschwind, – der die Magie besingt.
So flieg ich durch die Nacht – weit übern Horizont

und denke an mein Glück – so gar nicht an ein Ende,
bis weckt mich Dämmerung – noch schläfrig kommt die Wende,
doch warm und wohl ist mir – ich hab mich nachts gesonnt.

© by Thomas Brod 01.04.2011

Sonett im Alexandriner-Versmaß

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Mehr von Thomas Brod online lesen

Kommentare

07. Mär 2018

Herzlichen Dank für die Rückmeldung(en). Ich freue mich darüber. Diejenigen, die meine Beiträge hier als "lesenswert" markieren oder Kommentare schreiben, erhalten immer auch einen Gegenbesuch von mir. Ich habe nicht die Zeit, mir hier alle Beiträge durchzulesen, aber auf diese Weise kommen die, die mir schreiben, nie zu kurz.

Liebe Grüße und einen schönen Tag
Thomas