Viel zu tun - im Märzen

von Annelie Kelch
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Im Märzen wird gemulcht auf Beeten und Rabatten,
und immergrüne Sträucher werden umgesetzt.
Das weiß ich, weil wir manchmal Gärten hatten,
die liebte ich – mit Morgentau benetzt.

Die meisten Dahlien sind bereits „vorangetrieben“,
im Februar wurden diverse Schneeglöckchen „geteilt“.
Jetzt müsst ihr Frühkartoffeln setzen, meine Lieben.
Wintergemüse will ins Haus: Es eilt! Es eilt!

Im Rasen sät man kahle Stellen neu.
Gemüsepflänzchen schreien laut nach Freiland.
Kaninchen freuen sich auf frisches Gras und Heu.
Das alles kostet Zeit, doch lohnt sich dieser Aufwand.

Viel schöne bunte Wicken sät vor tristen Gartenzäunen,
die hat der warme Sommerwind besonders gern,
in ihrer Nähe könnte ihr euch erfreun, euch bräunen
lassen und relaxen; die Frühjahrsmüdigkeit: des Pudels Kern.

But last not least: gedenkt der wunderbaren Rosen
und schneidet öfterblühende ein Stück zurück.
Kauft euch im März noch eine leichte Frühlingshose
und kümmert euch ums friedliche Familienglück.

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Kommentare

07. Mär 2017

Frischen Wind bringt Dein Gedicht -
Denn fein gelang die Frühlings-Sicht!
(Die Frühlingsfrisur findet kaum statt -
Nicht nur der Rasen kahle Stellen hat ...)

LG Axel

07. Mär 2017

Dank Axel, doch selbst Bertha Krause
säh' doch mit diesem coolen Schnitt
so sexy aus wie einst - Bardot, Brigitte.

LG Annelie

07. Mär 2017

Im Märzen der Bauer die Rösslein einspannt,
ich hoffe, er vergisst es nicht und warte gespannt !

Gruß
Alfred

07. Mär 2017

Leider ist es heute schon wieder etwas kälter als an den vorangegangenen Tagen, Alfred. Ja, dieses schöne Volkslied haben wir früher in der Schule pünktlich zum März gesungen. Ich hoffe auch, dass der Frühling bald kommt.

Liebe Grüße
Annelie

07. Mär 2017

Liebe Annelie, ich habe keinen grünen Daumen, auch wenn ich SEHR Naturverbunden bin. Aber Dank Deiner Zeilen, könnte aus mir noch was werden... ich "speicher" Dich ab :-))))
Liebe Grüße
Soléa

07. Mär 2017

Liebe Soléa,
den grünen Daumen kann man sich erwerben, sobald man sich für Gärtnerei interessiert. Da du auf dem Lande wohnst, bist du - zumindest jetzt - ganz gewiss von weitaus üppigerer Natur umgeben als ich. Ich habe mal beim Deutschen Landwirtschaftsverlag gearbeitet, der sehr gute Zeitschriften für Landwirte und 'Gartenleute' herausgibt. Die habe ich damals fast alle gelesen. Ich denke auch an die leider verstorbene Dichterin Sarah Kirsch, die ihre letzten Jahre (Jahrzehnte) in ihrem Haus auf dem Lande verbracht hat und eine excellente Naturbeobachterin war, wie ihre langen und kurzen Gedichte beweisen.

Liebe Grüße
Annelie